Person mit einer Kakaofrucht in der Hand

Kakao

Unser Ansatz

Kakao wird von Kleinbauern unter teilweise schwierigen Arbeits- und Lebensbedingungen angebaut. Der in unseren Artikeln verwendete Kakao stammt überwiegend aus Côte d’Ivoire und Ghana. Menschenrechtsverletzungen, wie Kinderarbeit, und Umweltgefährdungen, etwa durch Entwaldung, stellen im Rahmen der Kakaobeschaffung zentrale Herausforderungen dar.

Die Unternehmensgruppe ALDI SÜD engagiert sich für faire Arbeitsbedingungen und umweltverträgliche Produktionstechniken im Kakaoanbau. Zur Bewältigung der genannten Herausforderungen erhöht ALDI SÜD auch weiterhin die Menge zertifizierten nachhaltig beschafften Kakaos in den Artikeln seines Sortiments. Darüber hinaus beteiligen wir uns gemeinsam mit weiteren Stakeholdern an Projekten vor Ort und arbeiten mit unseren Geschäftspartnern an der Rückverfolgbarkeit des für uns bezogenen Kakaos.

Unsere Aktivitäten

Zertifizierung

Wir möchten unseren Kunden höchste Qualität zum möglichst niedrigen Preis bieten. Zertifizierungsprogramme stellen dabei eine Möglichkeit dar, zu überprüfen, ob beim Anbau des Kakaos für unsere Artikel Nachhaltigkeitsstandards eingehalten werden. Im Rahmen des Einkaufs kakaohaltiger Artikel verlangen wir die Zertifizierung nach UTZ/Rainforest Alliance bzw. Fairtrade oder Bio-Standards. Der Großteil unserer kakaohaltigen Eigenmarkenartikel ist bereits entsprechend umgestellt. Die Unternehmensgruppe ALDI SÜD tauscht sich zudem mit Zertifizierungsorganisationen aus, um die Anforderungen zu optimieren und die Nachhaltigkeitsstandards im Agrarbereich zu verbessern.

Risikoanalyse: Einhaltung der Menschenrechte

Schema für Menschenrechte

Im Jahr 2018 haben wir unsere Lieferketten für Lebensmittel- bzw. Agrarprodukte flächendeckend analysiert. Ziel dieser Analyse war es, für die gesamte Unternehmensgruppe ALDI SÜD Risiken für nachteilige Auswirkungen auf Menschenrechte und unsere größten Einflussmöglichkeiten entlang unserer globalen Lieferketten zu identifizieren.

Wir haben festgestellt, dass der Rohstoff Kakao ein hohes Risiko für negative Auswirkungen auf Menschenrechte aufweist und hinsichtlich der Einflussmöglichkeiten der Unternehmensgruppe ALDI SÜD von höchster Relevanz ist.

Unser(e) Ziel & Kennzahl (2018)

Unser Ziel: Sämtlicher Kakao, der in relevanten Eigenmarkenartikeln verwendet wird, soll bis Ende 2020 aus nachhaltigen Quellen bezogen werden.

86%

Anteil der Artikel mit Kakao aus zertifizierten Quellen

Unsere Projekte

Logo of German Initiative on Sustainable Cocoa
Arbeitsgruppe
Forum Nachhaltiger Kakao

ALDI ist seit dem Jahr 2015 ein aktives Mitglied des Forums Nachhaltiger Kakao und strebt darin mit weiteren Mitgliedern die Erreichung der Ziele der Initiative an. Die Multistakeholder-Initiative möchte die Lebensgrundlage von Kakaobauern und deren Familien verbessern, zu sicheren Lebensgrundlagen beitragen, natürliche Ressourcen schonen und die Biodiversität schützen, sowie den Anbau und die Vermarktung zertifizierten nachhaltigen Kakaos fördern. ALDI beteiligt sich aktiv an den Arbeitsgruppen für Nachhaltigkeit und PRO-PLANTEURS, in deren Fokus die Umsetzung der Ziele des Forums Nachhaltiger Kakao und die Überwachung des Projektes PRO-PLANTEURS stehen.

Mehr unter 'German Initiative on Sustainable Cocoa (GISCO)'
People holding cocoa fruits on the ground
© Forum Nachhaltiger Kakao
Projekt in Côte d'Ivoire
Projekt PRO-PLANTEURS

Seit dem Jahr 2015 arbeiten wir als Mitglied des Forum Nachhaltiger Kakao mit der deutschen und ivorischen Regierung als Projektpartner zusammen.  PRO-PLANTEURS hat bisher 20.000 Kakaobauern, darunter Bäuerinnen und ihre Familien, unterstützt. In der ersten Projektphase wurden die folgenden Erfolge erzielt:

  • Professionalisierung der Kooperativen
  • Steigerung der von den Bauern erzielten Erträge
  • Schulung der Bauern in guter landwirtschaftlicher Praxis und betriebliches Management
  • Diversifizierung von landwirtschaftlicher Produktion und Ernährung der Familien
  • Verbesserte Zusammenarbeit zwischen Stakeholdern

Im Juni 2020 beginnt die zweite Phase von PRO-PLANTEURS, in der die Verbesserung der Lebensbedingungen von etwa 30.000 Kakaobauern im Fokus stehen wird.

© Forum Nachhaltiger Kakao
Mehr über 'PRO-PLANTEURS'
Pile of cocoa fruit
Arbeitsgruppe
Retailer Cocoa Collaboration

Im September 2019 ist die Unternehmensgruppe ALDI SÜD der neu gegründeten „Retailer Cocoa Collaboration“ (RCC) beigetreten, die sich für die Unterstützung der „Cocoa and Forests Initiative“ engagiert. Diese Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, durch den Schutz und die Renaturierung von Waldgebieten in Côte d’Ivoire, in Ghana und in Kolumbien einen Wandel im Kakaosektor herbeizuführen. Darüber hinaus wird die RCC Supply-Chain-Mapping für gemeinsame Kakaolieferketten durchführen, um ein besseres Verständnis der sozialen und ökologischen Risiken in den Produktionsländern zu erlangen. Die Händlerbewertung durch die RCC wird uns zudem zu größerer Transparenz und umfassenderen Einblicken auf tieferen Ebenen der Lieferketten verhelfen.

Mehr über 'Retailer Cocoa Collaboration'
African woman looking at camera
Copyright: Fairtrade Germany
Projekt in Côte d'Ivoire
Fairtrade-Kakaoprojekt

Seit dem Jahr 2020 arbeiten die Unternehmensgruppe ALDI SÜD und Fairtrade in der Côte d’Ivoire gemeinsam an einem Projekt zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und Lebensgrundlagen der ansässigen Kakaobauern. In diesem Projekt werden die Auswirkungen der Geschäftstätigkeit von ALDI auf die lokale Bevölkerung und Umwelt untersucht, die Rückverfolgbarkeit für unsere kakaohaltigen Artikel verbessert und Grundlagen für die Durchführung weiterer Projekte in Zusammenarbeit mit Fairtrade geschaffen. Im Rahmen dieses Projektes wird ALDIs Lieferant vollständig rückverfolgbare Kakaobohnen von der ausgewählten Kooperative beziehen.

Mehr über 'Fairtrade'
Three farmers smiling
Arbeitsgruppen
Engagement für existenzsichernde Einkommen und Löhne

Der Einsatz für existenzsichernde Einkommen bzw. Löhne ist wichtig für die Umsetzung einer nachhaltigen Lieferkette, denn diese tragen zum Kampf gegen Armut und  Kinderarbeit sowie zur Verwirklichung weiterer Menschenrechte bei.

Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)

Als Mitglied der „Arbeitsgruppe zu existenzsichernden Einkommen und Löhnen“ („Working Group on Living Income and Living Wages“), die von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) eingerichtet wurde, möchten wir die Schaffung eines geeigneten Standards für Einkommen und Löhne unterstützen und fördern. Mithilfe dieses Standards sollen die Lebenshaltungskosten der Beschäftigten in den globalen Lieferketten für landwirtschaftliche Erzeugnisse gedeckt werden. Indem wir unsere Kräfte bündeln und unseren Ansatz mit anderen abstimmen, wollen wir unseren Einfluss und somit die Wirkung unserer Maßnahmen steigern und sicherstellen, dass Landwirte und Arbeiter in den globalen Lieferketten über einen angemessenen Lebensstandard verfügen.

Sustainable Trade Initiative IDH

Die Initiative für nachhaltigen Handel (IDH) hat gemeinsam mit der Unternehmensgruppe ALDI SÜD, der Unternehmensgruppe ALDI Nord und zahlreichen anderen Unternehmen einen Lenkungsausschuss zum Thema faire Löhne („Living Wage Steering Committee“) eingerichtet. Die beteiligten Unternehmen werden die Umsetzung der IDH-Roadmap, einschließlich der Instrumente zur Bestimmung der Diskrepanz zwischen den derzeit gezahlten Löhnen und einem existenzsichernden Lohn sowie der Maßnahmen zu deren Überwindung, überwachen.

FAO World Banana Forum’s Initiative für existenzsichernde Löhne

Wir unterstützen die Initiative für existenzsichernde Löhne („Living Wage Advocacy Initiative“, LIWIN), die vom World Banana Forum ins Leben gerufen wurde. Diese Initiative zielt auf die Festlegung von Benchmarks für existenzsichernde Einkommen und Löhne in mehreren Bananen exportierenden Ländern ab und ergreift in mehreren großen europäischen Importländern gemeinsam mit Vertreten der jeweiligen Regierung, des Privatsektors und der Zivilgesellschaft Maßnahmen zur Erreichung existenzsichernder Arbeitslöhne.

Mehr über 'Achtung von Menschenrechten'

Sustainable Development Goals

1 Keine Armut 2 Kein Hunger 8 Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum 10 Weniger Ungleichheiten 12 Nachhaltige/r Konsum und Produktion 13 Massnahmen zum Klimaschutz 15 Leben an Land 17 Partnerschaften zur Erreichung der Ziele

UNGC

Menschenrechte

Prinzip 1

Schutz der Menschenrechte unterstützen und achten

Prinzip 2

Nicht an Menschenrechtsverletzungen mitschuldig

Arbeitsnormen

Prinzip 3

Vereinigungsfreiheit und Anerkennung des Rechts auf Kollektivverhandlungen

Prinzip 4

Beseitigung von Zwangsarbeit

Prinzip 5

Abschaffung von Kinderarbeit

Prinzip 6

Beseitigung von Diskriminierung bei Anstellung und Erwerbstätigkeit

Umwelt

Prinzip 7

Umgang mit Umweltproblemen dem Vorsorgeprinzip folgen

Prinzip 8

Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt fördern

GRI Referenzen

GRI 103: Managementansatz 2016

Global Reporting Initiative 103-1 Global Reporting Initiative 103-2 Global Reporting Initiative 103-3