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Detox

Unser Ansatz

Im Jahr 2015 hat sich die Unternehmensgruppe ALDI SÜD neben 80 weiteren Unternehmen der Bekleidungsindustrie den Zielen der Detox-Kampagne von Greenpeace angeschlossen. Seither haben wir in unseren Lieferketten die negativen Auswirkungen chemischer Produktionsprozesse auf Arbeiter und die Umwelt deutlich verringert.

Um die Einhaltung unserer Anforderungen sicherzustellen, unterstützen wir unsere Lieferanten aktiv bei der Zusammenarbeit und Überprüfung von Produktionsstätten. Unsere ALDI Detox-Berichte bieten einen Überblick über die von uns erzielten Fortschritte in den vergangene fünf Jahren.

Wir wollen unser Engagement zur Reduktion von Umwelteinwirkungen auch zukünftig vorantreiben und intensivieren – von einer nachhaltigeren Ressourcenbeschaffung bis hin zur Sensibilisierung unserer Kunden, nachhaltigere Kaufentscheidungen zu tätigen. Wir werden uns für umweltschonende Produktionsprozesse einsetzen und den Verkauf nachhaltiger Produkte sicherstellen um unsere Konsumenten bei einer verantwortungsvollen Lebensweise zu unterstützen.  

Unser ALDI Detox Commitment in 3 Minuten zusammengefasst

Unsere Aktivitäten

Ausschluss gefährlicher Chemikalien aus der Produktion

Wir verfolgen das Ziel, den Einsatz gefährlicher Chemikalien in der Produktion zu vermeiden und diese durch sicherere Alternativen zu ersetzen. Für die Umsetzung dieses Vorhabens verwenden wir die ZDHC MRSL (Manufacturing Restricted Substance List), die ZDHC Abwasserrichtlinien und die ALDI RSL (Restricted Substance List). Diese Dokumente sind vertraglicher Bestandteil unserer Geschäftsbeziehungen und stellen sicher, dass die von uns ausgeschlossenen Chemikaliengruppen nicht in der Produktion von ALDI Artikeln verwendet wurden und  keinerlei Rückstände in unseren Produkten zu finden sind.

Ausschluss gefährlicher Chemikalien aus der Produktion

Verbesserung der Transparenz unserer Lieferketten

Für die erfolgreiche Umsetzung eines verantwortungsvollen Chemikalien- und Umweltmanagements ist die Erfassung und Analyse enormer Datenmengen unabdingbar. Dies gelingt uns mithilfe einer internen Datenbank, die uns ein Überwachungs-, Überprüfungs- und Bewertungssystems für Produktionsstätten ermöglicht, um die Einhaltung unserer Anforderungen für jede einzelne Bestellung sicherzustellen.

Noch vor der Anlieferung der bestellten Ware, liegen uns alle relevanten Informationen zu den eingesetzten Produktionsstätten vor, die wir einer Plausibilitätskontrolle unterziehen. So lagen uns im Jahr 2019 für 99% der für ALDI eingesetzten Nassproduktionsstätten die Ergebnisse der durchgeführten Abwasser- und Schlammanalysen vor. Die entsprechenden Analyseberichte werden auf die allgemein zugängliche Plattform des chinesischen Instituts für öffentliche und umweltbezogene Belange („Institute of Public and Environmental Affairs“, IPE) hochgeladen.

Unsere Teams in Asien (Corporate Responsibility Units) überprüfen regelmäßig die Einhaltung unserer Anforderungen in der Lieferkette sowie die Richtigkeit unserer Daten durch Inspektionen vor Ort.

Eine weitere wichtige Maßnahme zur Steigerung der Transparenz entlang unserer Lieferketten besteht in der Verpflichtung unserer Lieferanten, ihre Lieferketten und Informationen über die Einhaltung der geltenden Umweltanforderungen auf der amfori BEPI (Business Environmental Performance Initiative) Plattform offenzulegen.

Schaffung eines neuen Bewusstseins auf allen Seiten

Für Bekleidungsartikel bewerten wir im Rahmen unserer jährlichen CR-bezogenen Lieferantenbewertung („Corporate Responsibility Supplier Evaluation“- CRSE) unter anderem, wie gut unsere Geschäftspartner ihr Chemikalienmanagement umsetzen. Die Ergebnisse dieses transparenten Verfahrens fließen in unsere Einkaufsentscheidungen mit ein und bieten unseren Geschäftspartnern die Möglichkeit die Umsetzung unserer Sozial- und Umweltanforderungen entlang der Lieferkette zu verbessern. Die CRSE schafft Anreize für Verbesserungen und führt zu einer Stärkung langfristiger Geschäftsbeziehungen mit Geschäftspartnern, die gute Leistungen im Sozial- und Umweltbereich erbringen.

Einbeziehung von Stakeholdern

Wir setzten uns aktiv für branchenweite Verbesserungen ein. Dieser proaktive Ansatz zeichnet sich durch unser Engagement in diversen Partnerschaften, Arbeitsgruppen und Initiativen aus. Hier werden gemeinsame Maßnahmen entwickelt und Standards harmonisiert und so vereinfacht. Bei der amfori Business Environmental Performance Initiative (BEPI) setzen wir uns für unterschiedlichen Themen, wie etwa einheitlichen Protokollen für Chemikalienmanagementaudits ein. Im Rahmen der Leather Working Group (LWG) und des deutschen Bündnisses für nachhaltige Textilien für einheitliche Standards und Schulungsansätze.

Durch unsere Fortschrittsberichte und regelmäßigen Updates informieren wir unsere Stakeholder sowie die breite Öffentlichkeit über Schritte, die wir in Hinblick auf das Chemikalien- und Umweltmanagement entlang unserer Lieferketten für Textil- und Schuhartikel unternehmen werden. Dazu zählt auch unser im Jahr 2016 durchgeführtes internationales ALDI Detox-Gipfeltreffen, an dem mehr als 400 Stakeholder, einschließlich Vertretern von Nichtregierungsorganisationen, wissenschaftlichen Instituten, Regierungsorganisationen und Geschäftspartnern, teilnahmen

Schulung von internen Stakeholdern, Geschäftspartnern und Produktionsstättenpersonal

Wir wollen ein klares Verständnis der unterschiedlichen Stufen des Produktionsprozesses haben, um uns so fachlich und kapazitiv für die Umsetzung eines effektiveren Chemikalienmanagements aufstellen zu können. Entsprechend erfolgen unternehmensintern und –extern Schulungsmaßnahmen und Workshops, d. h. sowohl in unseren Zentraleinkaufs-, Qualitätswesen- und CR-Abteilungen als auch gemeinsam mit Geschäftspartnern und Personal aus ausgewählten Produktionsstätten.

Ein Beispiel hierfür sind die von unseren CR Teams in Dhaka und Hongkong angebotenen und erstmals im Jahr 2019 durchgeführten „Advanced Chemical Management Trainings“. Diese Schulungen führen wir in Kooperation  mit anderen deutschen Unternehmen der Branche und mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) durch, um Produktionsstätten durch gemeinsamen Erkenntnisgewinn und individuelle Förderung dabei zu unterstützen ihre Kompetenzen zu erweitern.

Unsere Strategie zur Förderung einer nachhaltigen Ressourcennutzung

Wir setzen uns für einen systemischen Wandel in der Gesellschaft ein, der in Hinblick auf unsere Geschäftsbereiche, die Eigenschaften unserer Artikel, unsere Lieferanten sowie auch für unsere Kunden eine Verbesserung bewirken soll. Im Fokus dieses Wandels stehen die Förderung nachhaltigerer Artikel und Produktionsprozesse sowie eine verantwortungsvolle Ressourcennutzung – vom Ausschluss gefährlicher Chemikalien über verbesserte Produktlebenszyklen bis hin zum Recycling von Produkten.

Unsere Ziele & Kennzahl (2019)

Unsere Ziele

  1. Seit dem Jahr 2015 arbeiten wir an dem Ausschluss gefährlicher Chemikalien aus der Produktion von Textil- und Schuhartikeln sowie ihrer Substitution durch sicherere Alternativen.
  2. Wir streben eine Reduzierung des Ressourcenverbrauchs im Baumwollanbau und die Verbesserung des Chemikalienmanagements, unter anderem mithilfe speziell auf die Baumwollverarbeitung ausgerichteter Zertifizierungssysteme, wie etwa des „Global Organic Textile Standards“, an. Ab dem Jahr 2025 werden wir ausschließlich nachhaltige Baumwolle für die Herstellung unserer unter ALDI Eigenmarken angebotenen Bekleidungs- und Heimtextilien verwenden.
25%

Anteil nachhaltiger Baumwolltonnage

Unsere Projekte

Vier Frauen stehen um einen Beutel voll Baumwolle
© Fairtrade / Didier Gentilhomme
Internationales Ziel & Projekt in Tadschikistan und Kirgisistan
Baumwolle

Internationales Ziel

Wir setzen uns gemeinsam mit unseren Geschäftspartnern für Standards ein, die auf langfristige und nachhaltige Verbesserungen im Baumwollanbau abzielen. Ab dem Jahr 2025 werden wir ausschließlich nachhaltige Baumwolle für die Herstellung unserer unter ALDI Eigenmarken angebotenen Bekleidungs- und Heimtextilien verwenden.

Unseren Geschäftspartnern ist es nicht gestattet, Baumwolle aus Ursprungsländern zu verwenden, in denen ein systematischer Zusammenhang zwischen Baumwollanbau und -ernte und Menschenrechtsverletzungen besteht. So hat ALDI beispielsweise den Einsatz von Baumwolle aus Usbekistan und Turkmenistan vertraglich ausgeschlossen.

Projekt für Baumwollsaatgut in Kooperation mit Fairtrade

Seit 2018 unterstützt ALDI SÜD Deutschland das Fairtrade-Projekt in Tadschikistan und Kirgisistan. Dieses Projekt verfolgt das Ziel, Kleinbauern zu stärken und die Qualität von und Versorgung mit Baumwolle aus Zentralasien zu stärken.

Zur Erreichung dieses Ziels werden folgende Maßnahmen umgesetzt:

  • Schulungsmaßnahmen für Kleinbauern zu den Themen Saatguterzeugung und -vermehrung;
  • Maßnahmen zur Eindämmung von Verunreinigungen durch genmanipuliertes Saatgut;
  • Vergrößerung der Anbaufläche für ökologisches Baumwollsaatgut und Erhöhung der Erntemenge;
  • Wissensmanagement und -transfer
© Fairtrade / Didier Gentilhomme

 

Mehr über 'Baumwolle'
Asian garment workers working in factory line
Besonders im Fokus
Textilien

Uns ist es wichtig, dass unsere Bekleidungs- und Haushaltstextilien – die wir regelmäßig im Rahmen unserer mehrmals wöchentlich wechselnden Werbeaktionen anbieten – umweltfreundlich und sozialverträglich hergestellt werden. Wir verfolgen das Ziel, in Zukunft unser Angebot an nachhaltigen Textilartikeln weiter auszuweiten und die Transparenz entlang der Lieferketten von ALDI noch deutlicher zu verbessern.

Der Großteil unserer Textilprodukte wird in Produktionsstätten in Asien hergestellt. Unsere Mitarbeiter aus dem Bereich der unternehmerischen Verantwortung („Corporate Responsibility“, CR) arbeiten eng mit unseren Geschäftspartnern im Textilbereich bei der Umsetzung unserer CR-Anforderungen zusammen. Darüber hinaus prüfen unsere in Hongkong und Bangladesch tätigen Kollegen die Bedingungen in den Produktionsstätten regelmäßig vor Ort. Neben der Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Produktionsstätten gilt unser Interesse auch der Überprüfung weiterer Abschnitte unserer Lieferketten – von der Baumwollproduktion über die Garnspinnerei und das Färben bis hin zur Veredelung der Textilien.

Mehr über 'Textilien'

Sustainable Development Goals

6 Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen 8 Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum 9 Industrie, Innovation und Infrastruktur 12 Nachhaltige/r Konsum und Produktion 14 Leben unter Wasser 15 Leben an Land 17 Partnerschaften zur Erreichung der Ziele

UNGC

Menschenrechte

Prinzip 1

Schutz der Menschenrechte unterstützen und achten

Prinzip 2

Nicht an Menschenrechtsverletzungen mitschuldig

Prinzip 4

Beseitigung von Zwangsarbeit

Umwelt

Prinzip 7

Umgang mit Umweltproblemen dem Vorsorgeprinzip folgen

Prinzip 8

Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt fördern

Prinzip 9

Entwicklung und Verbreitung umweltfreundlicher Technologien

GRI Referenzen

GRI 103: Managementansatz 2016

Global Reporting Initiative 103-1 Global Reporting Initiative 103-2 Global Reporting Initiative 103-3

GRI 308: Ökologische Bewertung von Lieferanten 2016

Global Reporting Initiative 308-2