Bananenfarmer mit Bananenstock auf seinem Rücken

Südfrüchte

Unser Ansatz

Menschenrechtsverletzungen und Umweltgefährdungen, wie zum Beispiel existenzsichernde Einkommen und Löhne und Wasserknappheit, stellen im Rahmen der Beschaffung von Südfrüchten zentrale Herausforderungen dar. Zur Bewältigung dieser Herausforderungen hat die Unternehmensgruppe ALDI SÜD nachhaltig beschaffte Artikel in ihr Sortiment aufgenommen und arbeitet mit Geschäftspartnern sowie weiteren Stakeholdern aus der gesamten Branche zusammen. Wir engagieren uns für faire Arbeitsbedingungen und umweltverträgliche Produktionstechniken im Anbau von Südfrüchten.  

Unsere Aktivitäten

Zertifizierungen und Standards

Wir fordern von Lieferanten die Einhaltung bestimmter Sozial- und Umweltanforderungen auf Produzentenebene, etwa bei Bananen, Ananas, Mangos und Avocados. Die Unternehmensgruppe ALDI SÜD setzt beim Einkauf von Südfrüchten auf unabhängige Zertifizierungen, denn diese belegen eine umweltfreundliche und sozialgerechte Erzeugung der Artikel.

Risikoanalyse: Einhaltung der Menschenrechte

Schema für Menschenrechte

Im Jahr 2018 haben wir unsere Lieferketten für Lebensmittel- bzw. Agrarprodukte flächendeckend analysiert. Ziel dieser Analyse war es, für die gesamte Unternehmensgruppe ALDI SÜD Risiken für nachteilige Auswirkungen auf Menschenrechte und unsere größten Einflussmöglichkeiten entlang unserer globalen Lieferketten zu identifizieren.

Wir haben festgestellt, dass der Rohstoff Südfrüchte ein hohes Risiko für negative Auswirkungen auf Menschenrechte aufweist und hinsichtlich der Einflussmöglichkeiten der Unternehmensgruppe ALDI SÜD von höchster Relevanz ist.

Beurteilung unseres Einflusses auf die Einhaltung der Menschenrechte

Wir entwickeln gezielt Maßnahmen zur Vermeidung und Minderung unserer negativen Auswirkungen auf Menschenrechte, die wir im Rahmen unserer Risikoanalyse im Jahr 2018 ermittelt haben. Für das Jahr 2020 planen wir eine ausführliche Bewertung menschenrechtsbezogener Auswirkungen (BMA) für drei hochprioritäre Rohstoffe, darunter auch Avocados. Im Rahmen dieser Bewertung möchten wir die potenziellen und tatsächlichen nachteiligen Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf Arbeiter und andere betroffene Rechteinhaber, wie die Bewohner der Anbaugebiete, Kleinbauern und Frauen, gründlich ermitteln, verstehen und bewerten.

Pflege unserer Geschäftspartnerschaften

Unsere Geschäftspartner übernehmen eine wichtige Rolle bei der Umsetzung unserer Selbstverpflichtungen und der Sicherstellung der Einhaltung unserer Anforderungen entlang der Lieferketten. Zur Verbesserung der Nachhaltigkeit in der Südfrüchtebranche fördern wir den offenen und konstruktiven Dialog mit unseren Lieferanten.

Weltkarte Besichtigungen und Überprüfung

Unsere Kennzahl (2019)

100%

der in unseren europäischen und US-amerikanischen Filialen angebotenen Bananen und Ananas sind zertifiziert

Unsere Partnerschaften & Initiativen

GIZ
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Seit 2019
Deutsche Gesellschaft für International Zusammenarbeit (GIZ)

Als Mitglied der „Arbeitsgruppe des deutschen Einzelhandels zu existenzsichernden Einkommen und Löhnen“, die von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) eingerichtet wurde, möchten wir die Schaffung eines geeigneten Standards für Einkommen und Löhne unterstützen und fördern. Mithilfe dieses Standards sollen die Lebenshaltungskosten der Beschäftigten in den globalen Lieferketten für landwirtschaftliche Erzeugnisse gedeckt werden. Indem wir unsere Kräfte seit 2019 bündeln und unseren Ansatz mit anderen abstimmen, wollen wir unseren Einfluss und somit die Wirkung unserer Maßnahmen steigern und sicherstellen, dass Landwirte und Arbeiter in globalen landwirtschaftlichen Lieferketten über einen angemessenen Lebensstandard verfügen.

Die „Arbeitsgruppe des deutschen Einzelhandels zu existenzsichernden Einkommen und Löhnen“ („German Retailer Working Group on Living Income and Living Wages“) hat es sich zum Ziel gesetzt, gemeinsame Aktivitäten zu koordinieren und umzusetzen, um auf die Realisierung existenzsichernder Löhne und Einkommen in globalen landwirtschaftlichen Lieferketten hinzuwirken. Die Arbeitsgruppe legt hierbei besonderes Augenmerk auf die Ermittlung der Lücken gegenüber existenzsichernden Löhnen und Einkommen sowie auf die Erprobung von Ansätzen zur Schließung dieser festgestellten Lücken.

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IDH
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Seit 2019
IDH - The Sustainable Trade Initiative

Die Initiative für nachhaltigen Handel (IDH) bringt Regierungen, Unternehmen, zivilgesellschaftliche Organisationen und Geldgeber zusammen, um tatkräftig Maßnahmen umzusetzen. Die IDH baut auf die Macht des Rechts, auf Unternehmertum und Investitionen, um gemeinsam Lösungen für globale Nachhaltigkeitsfragen in großem Maßstab zu schaffen.

Zusammenarbeit

Im Jahr 2019 erstellte die IDH die „Roadmap on Living Wages“ („Fahrplan zur Einführung existenzsichernder Löhne“), um abgestimmte Lösungen zur Messung und Schließung der Lücke zwischen den derzeit gezahlten Arbeitslöhnen und existenzsichernden Löhnen entlang der weltweiten Lieferketten zu entwickeln. Die Unternehmensgruppe ALDI SÜD arbeitet im „Lenkungsausschuss für existenzsichernde Löhne“ der IDH mit, der sich mit allgemeinen strategischen Fragen im Zusammenhang mit der „Roadmap on Living Wages“ befasst und deren Entwicklung beaufsichtigt. Zudem überwachen die beteiligten Unternehmen die Umsetzung der IDH „Roadmap on Living Wages“. Dazu gehören auch die Entwicklung geeigneter Instrumente zur Bestimmung der Lücke zwischen den derzeit gezahlten Arbeitslöhnen und einem existenzsichernden Arbeitslohn sowie die Maßnahmen zu deren Beseitigung.

Anke Ehlers, Geschäftsführerin der Abteilung Corporate Responsibility International (CRI) der Unternehmensgruppe ALDI SÜD: „Existenzsichernde Einkommen und Löhne sind ein wichtiger Teil einer erfolgreichen und fairen nachhaltigen Lieferkette. Sie bilden einen wichtigen Baustein in den Bestrebungen der Unternehmensgruppe ALDI SÜD, die Menschenrechte zu schützen und Armut zu bekämpfen. Wir sind stolz darauf, mit der IDH zusammenzuarbeiten und uns gemeinsam mit unseren Branchenpartnern für die Verbesserung der Lebensgrundlagen von Frauen und Männern in der Landwirtschaft sowie von Arbeiterinnen und Arbeitern entlang der weltweiten Lieferketten einzusetzen. Wir glauben, dass wir die größtmögliche Wirkung erzielen können, wenn wir einheitliche Lösungen fördern und unsere langfristigen gemeinsamen Initiativen und Partnerschaften fortführen.“

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WBF
Logo of WBF
Seit 2017
World Banana Forum (WBF)

Das Weltbananenforum, „World Banana Forum“ (WBF), das von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen koordiniert wird, fördert die weltweite Anwendung von Best-Practice-Ansätzen für den nachhaltigen Anbau von - und Handel mit Bananen. Das WBF schafft eine Plattform für Einzelhändler, Importeure, Produzenten, Exporteure, Verbraucherverbände, Regierungen, Forschungseinrichtungen, Gewerkschaften und zivilgesellschaftliche Organisationen, um die Probleme innerhalb des Bananensektors zu besprechen und Lösungen zu erarbeiten. Die Unternehmensgruppe ALDI SÜD trat dem Forum im Jahr 2017 bei.

Zusammenarbeit

Seit dem Jahr 2018 beteiligen wir uns an einer Arbeitsgruppe zur Deckung der Kosten nachhaltiger Bananenerzeugung, „Covering Costs of Sustainable Production“, deren Ziel es ist, Transparenz hinsichtlich existenzsichernder Arbeitslöhne und Einkommen in den Produktionsländern zu schaffen.

In diesem Zusammenhang unterstützen wir auch die Initiative für existenzsichernde Löhne, die „Living Wage Advocacy Initiative“ (LIWIN), die vom World Banana Forum ins Leben gerufen wurde. Diese Initiative zielt auf die Festlegung von Benchmarks für existenzsichernde Einkommen und Arbeitslöhne in mehreren Bananen exportierenden Ländern ab und ergreift in mehreren großen europäischen Importländern gemeinsam mit Vertreten der jeweiligen Regierung, des Privatsektors und zivilgesellschaftlicher Organisationen Maßnahmen zur Einführung existenzsichernder Arbeitslöhne.

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Sustainable Development Goals

1 Keine Armut 2 Kein Hunger 8 Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum 10 Weniger Ungleichheiten 12 Nachhaltige/r Konsum und Produktion 15 Leben an Land 17 Partnerschaften zur Erreichung der Ziele

UNGC

Menschenrechte

Prinzip 1

Schutz der Menschenrechte unterstützen und achten

Prinzip 2

Nicht an Menschenrechtsverletzungen mitschuldig

Arbeitsnormen

Prinzip 3

Vereinigungsfreiheit und Anerkennung des Rechts auf Kollektivverhandlungen

Prinzip 4

Beseitigung von Zwangsarbeit

Prinzip 5

Abschaffung von Kinderarbeit

Prinzip 6

Beseitigung von Diskriminierung bei Anstellung und Erwerbstätigkeit

Umwelt

Prinzip 7

Umgang mit Umweltproblemen dem Vorsorgeprinzip folgen

Prinzip 8

Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt fördern

GRI Referenzen

GRI 103: Managementansatz 2016

Global Reporting Initiative 103-1 Global Reporting Initiative 103-2 Global Reporting Initiative 103-3