Person in Kaffeebusch

Kaffee

Unser Ansatz

Kaffee zählt zu den meistgehandelten Rohstoffen weltweit und wird überwiegend von Kleinbauern in subtropischen Regionen angebaut. In Hinblick auf die Beschaffung von Kaffee bestehen eine Reihe von Herausforderungen in den Bereichen Menschenrechte und Umweltschutz. Die Unternehmensgruppe ALDI SÜD hat sich zum Ziel gesetzt, dies durch die Förderung fairer Arbeitsbedingungen und eines umweltfreundlichen Kaffeeanbaus zu ändern.

Zu diesem Zweck beziehen wir zum Beispiel Artikel, die von unabhängigen Standardorganisationen zertifiziert sind, und können somit sicher sein, dass die Produzenten einen fairen Preis für ihre Produkte erhalten, sich an die Auswirkungen des Klimawandels anpassen und sich für die Bekämpfung von Entwaldung einsetzen. Darüber hinaus führen wir Besuche „im Ursprung“, d. h. in den wichtigsten Beschaffungsländern, durch, engagieren uns in Projekten vor Ort und setzen uns für die Steigerung der Transparenz in der Lieferkette ein, indem wir Modelle zur Direktbeschaffung aus den Herstellungsländern nutzen.

Unsere Aktivitäten

Zertifizierung

Kleinbauern in Kaffeeanbaugebieten sind mit einer Vielzahl an Herausforderungen konfrontiert, wie etwa Armut, Rohstoffpreisschwankungen und die Auswirkungen des Klimawandels. Da wir Ware von Lieferanten beziehen, die die Nachhaltigkeitsstandards von Fairtrade, UTZ/Rainforest Alliance und 4C Services einhalten, können wir unseren Kunden zusichern, dass wir hierdurch die Kaffeebauern und ihre Gemeinden unterstützen sowie die Biodiversität erhalten.

Risikoanalyse: Einhaltung der Menschenrechte

Schema für Menschenrechte

Im Jahr 2018 haben wir unsere Lieferketten für Lebensmittel- bzw. Agrarprodukte flächendeckend analysiert. Ziel dieser Analyse war es, für die gesamte Unternehmensgruppe ALDI SÜD Risiken für nachteilige Auswirkungen auf Menschenrechte und unsere größten Einflussmöglichkeiten entlang unserer globalen Lieferketten zu identifizieren.

Wir haben festgestellt, dass der Rohstoff Kaffee ein hohes Risiko für negative Auswirkungen auf Menschenrechte aufweist und hinsichtlich der Einflussmöglichkeiten der Unternehmensgruppe ALDI SÜD von höchster Relevanz ist.

 

Beurteilung unseres Einflusses auf die Einhaltung der Menschenrechte

Wir entwickeln gezielt Maßnahmen zur Vermeidung und Minderung unserer negativen Auswirkungen auf Menschenrechte, die wir im Rahmen unserer Risikoanalyse im Jahr 2018 ermittelt haben. Für das Jahr 2020 planen wir eine ausführliche Bewertung menschenrechtsbezogener Auswirkungen (BMA) für drei hochprioritäre Rohstoffe, darunter auch Kaffee. Im Rahmen dieser Bewertung möchten wir die potenziellen und tatsächlichen nachteiligen Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf Arbeiter und andere betroffene Rechteinhaber, wie die Bewohner der Anbaugebiete, Kleinbauern und Frauen, gründlich ermitteln, verstehen und bewerten.

Unser(e) Ziel & Kennzahl (2019)

Unser Ziel: Der Anteil nachhaltigen Kaffees soll stetig gesteigert werden.

55%

Anteil nachhaltiger Kaffeetonnage

Unser Projekt & Mitgliedschaft

Stehende Frau vor Kaffeeplantage
© Fairtrade Deutschland
Projekt in Honduras
Fairtrade-Kaffeeprojekt

Seit dem Jahr 2016 unterstützt die Unternehmensgruppe ALDI SÜD gemeinsam mit TransFair e. V. 22 Fairtrade-Kooperativen in Honduras, von denen 4.600 Arbeiter, darunter mehr als 1.000 Bäuerinnen, und deren Familien profitieren. Das Projekt wird von Fairtrade umgesetzt. Durch seine Standards fördert Fairtrade die kollektive Organisation von Kleinbauern und Kleinbäuerinnen in so genannten Kleinbauernorganisationen, zum Beispiel in bäuerlichen Genossenschaften oder Verbänden. Mit jedem Fairtrade-zertifizierten Produkt und durch die Unterstützung von Fairtrade-Kampagnen fördern wir die kollektive Organisation sowie andere Vorteile für die Bäuerinnen und Bauern und ihre Gemeinden. Mit unserem Projekt in Honduras gehen wir noch einen Schritt weiter und unterstützen die Bäuerinnen und Bauern sowie ihre kollektive Organisation durch zusätzliche Aktivitäten.

In der aktuellen Projektphase, in der wir mit 16 Kooperativen zusammenarbeiten, sollen die Lebensgrundlagen und Zukunftsperspektiven der teilnehmenden Kaffeebäuerinnen und -bauern, ihrer Kooperativen und Familien folgendermaßen verbessert werden:

  • bessere Verwaltungskapazitäten, Organisationsstrukturen und interne Richtlinien der Genossenschaften,
  • verbesserte ökologische Praktiken, die zur Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel beitragen,
  • verbesserte Kaffeequalität und erhöhter Umsatz unter Fairtrade-Bedingungen,
  • stärkere Integration von Frauen, Jugendlichen, Kindern und indigenen Gruppen in die Entscheidungsfindungsprozesse der Kooperativen und Advocacy-Initiativen auf Gemeindeebene,
  • Pilotinitiativen in den Bereichen Einkommensdiversifizierung und Kindesschutz.

Das Projekt dient der Überwachung der Rechte und des Schutzes gefährdeter Gruppen und fördert die nächste Generation von Bäuerinnen und Bauern sowie Frauen im Allgemeinen in den verschiedenen Organisationsprozessen im Zusammenhang mit Kooperativen, Produktions- und Vermarktungsaspekten sowie der Suche nach Räumen für den Wissenstransfer innerhalb der Organisationen.

Das Projekt zielt auch auf eine Einkommensdiversifizierung für Frauen und Jugendliche ab, indem Kooperativen Anreize für die Entwicklung von Aktivitäten zur Förderung von Frauen-/Jugendausschüssen und -gruppen geboten werden.

Copyright: Fairtrade Deutschland

 

Mehr über 'Fairtrade Deutschland'
Logo of Sustainable Coffee Challenge
Seit 2020
Sustainable Coffee Challenge (SCC)

Im Jahr 2020 ist die Unternehmensgruppe ALDI SÜD der Sustainable Coffee Challenge (SCC) als Mitglied beigetreten. Innerhalb des SCC arbeiten wir mit anderen Einzelhändlern, Händlern, Regierungen, NGOs und Forschungseinrichtungen zusammen, um die Lebens- und Arbeitsbedingungen im globalen Kaffeesektor zu verbessern.

Mehr über 'Sustainable Coffee Challenge'

Sustainable Development Goals

1 Keine Armut 2 Kein Hunger 8 Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum 10 Weniger Ungleichheiten 12 Nachhaltige/r Konsum und Produktion 17 Partnerschaften zur Erreichung der Ziele

UNGC

Menschenrechte

Prinzip 1

Schutz der Menschenrechte unterstützen und achten

Prinzip 2

Nicht an Menschenrechtsverletzungen mitschuldig

Arbeitsnormen

Prinzip 3

Vereinigungsfreiheit und Anerkennung des Rechts auf Kollektivverhandlungen

Prinzip 4

Beseitigung von Zwangsarbeit

Prinzip 5

Abschaffung von Kinderarbeit

Prinzip 6

Beseitigung von Diskriminierung bei Anstellung und Erwerbstätigkeit

GRI Referenzen

GRI 103: Managementansatz 2016

Global Reporting Initiative 103-1 Global Reporting Initiative 103-2 Global Reporting Initiative 103-3