Näher in Fabrik

Lieferkette

Unser Ansatz

Die Unternehmensgruppe ALDI SÜD übernimmt gemeinsam mit ihren Geschäftspartnern Verantwortung entlang ihrer Lieferketten. Die Geschäftsbeziehungen mit unseren Geschäftspartnern basieren auf gegenseitigem Respekt sowie Vertrauen und bilden die Grundlage für all unsere Maßnahmen entlang unserer Lieferketten.

Wir erwarten von unseren Geschäftspartnern, dass sie alle unsere Sozial- und Umweltstandards einhalten und legen dabei ein besonderes Augenmerk auf die Produktionsbedingungen in Ländern, in denen die Einhaltung dieser Standards bisher noch keine Selbstverständlichkeit darstellt. In diesen Ländern möchten wir einen Beitrag zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und zum Schutz der Umwelt leisten.

Da wir einen Großteil unserer Produkte nicht direkt von den Produzenten beziehen, schätzen wir unsere Geschäftspartner als wichtige Verbündete zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den für ALDI eingesetzten Produktionsstätten. Daher setzen wir auf einen fortwährenden Austausch mit unseren Geschäftspartnern sowie die Zusammenarbeit bei Projekten und gemeinsame Kontrolle von Maßnahmen, um die Umsetzung und Einhaltung unserer Anforderungen in allen für ALDI eingesetzten Produktionsstätten zu gewährleisten.

Unsere Aktivitäten

ALDI „Sozialstandards in der Produktion“

Die ALDI „Sozialstandards in der Produktion“ bilden einen festen Grundpfeiler für unsere Zusammenarbeit mit unseren Geschäftspartnern im Food- und Non-Food-Bereich. Sie wurden im Jahr 2010 erstmals veröffentlicht und im Jahr 2014 überarbeitet. Diesen Standards liegen die folgenden Werke zugrunde:

Die ALDI „Sozialstandards in der Produktion“ sind für alle Geschäftspartner vertraglich bindend. Dabei erwarten wir von unseren Geschäftspartnern, dass sie neben sämtlichen rechtlichen Verpflichtungen auch diese Anforderungen an die Produktionsstätten weitergeben sowie ihre Umsetzung dort vorantreiben und überwachen. Darüber hinaus ist es uns ein Anliegen, unsere Geschäftspartner dabei zu unterstützen, unseren Anforderungen gerecht zu werden. Wir arbeiten gemeinsam mit ihnen daran, kontinuierliche Verbesserungen zu erzielen.

Social Monitoring Programme (SMP)

Um in Kooperation mit unseren Geschäftspartnern die Einhaltung unserer Sozialstandards in den Produktionsstätten überwachen und vorantreiben zu können, haben wir unser Social Monitoring Programme (SMP) entwickelt. Unsere Geschäftspartner werden anhand einer Bewertung und Priorisierung der jeweiligen in Bezug auf die Lieferkette bestehenden Risiken (abhängig von der Warengruppe und dem Herkunftsland) in dieses Programm integriert.

Alle Hauptproduktionsstätten in Hochrisikogebieten, die für die Herstellung von ALDI Produkten eingesetzt werden, müssen ein gültiges, von unabhängigen Dritten durchgeführtes Audit vorweisen können. Vor Ort durchgeführte Audits durch unabhängige Fachleute sind ein zentraler Bestandteil unseres Programms. ALDI erkennt ausschließlich Audits und Zertifizierungen an, die unter anderem den folgenden Standards entsprechen:

Nach jedem Audit wird ein Maßnahmenplan („Corrective Action Plan“, CAP) erarbeitet, der einen individuell festgelegten Zeitplan für die Behebung eventuell festgestellter Probleme beinhaltet. Unsere Geschäftspartner sind dazu verpflichtet, die Maßnahmen in Kooperation mit dem Management der Produktionsstätte umzusetzen. Dieser Prozess wird genau von unseren CR-Abteilungen überwacht, um eine erfolgreiche Behebung der Missstände sicherzustellen.

ALDI Social Assessments (ASAs)

Wir erachten von Drittanbietern durchgeführte Sozialaudits als wichtigen ersten Schritt zur Sammlung von Informationen über die Einhaltung von Sozialstandards in unseren Produktionsstätten sowie zur Einleitung von Verbesserungsmaßnahmen. Wir sind uns jedoch bewusst, dass diese Audits bisweilen kein realistisches Bild der Arbeitsbedingungen vor Ort vermitteln. Die Erfahrung hat uns gezeigt, dass unsere eigene Präsenz vor Ort zu mehr Transparenz führen und eine starke Partnerschaft mit Geschäftspartnern und Produktionsstätten fördern kann. Aus diesem Grund führen wir für bestimmte Hochrisiko-Warengruppen seit dem Jahr 2011 ergänzend zu den Drittparteien-Audits regelmäßig unsere eigenen Besichtigungen durch.

Im Rahmen dieser ALDI Social Assessments (ASA) überprüfen ALDI Mitarbeiter gemeinsam mit externen Auditoren und Vertretern unserer Geschäftspartner die für ALDI eingesetzten Hauptproduktionsstätten. Diese ASAs finden hauptsächlich in Ländern statt, die von der amfori BSCI als Hochrisikoländer eingestuft werden.

Bei Bedarf wird im Anschluss an jede Überprüfung ein Maßnahmenplan („Corrective Action Plan“, CAP) vereinbart, der auch einen individuellen Zeitplan für die Behebung eventuell festgestellter Missstände beinhaltet. Unsere Geschäftspartner sind dazu verpflichtet, die Maßnahmen in Kooperation mit dem Management der Produktionsstätte umzusetzen. Dieser Prozess wird genau von unseren CR-Abteilungen überwacht, um eine erfolgreiche Behebung der Missstände sicherzustellen.

 

Weltkarte Besichtigungen und Überprüfung

Corporate Responsibility Supplier Evaluation (CRSE)

Da wir den Großteil unserer Produkte über unsere Geschäftspartner beziehen, die wiederum die Herstellung bei Produktionsstätten in Auftrag geben, spielt der Aufbau langfristiger strategischer Beziehungen mit Geschäftspartnern, die sich durch eine erfolgreiche Umsetzung der CR-Anforderungen auszeichnen, eine wesentliche Rolle bei der Erreichung unserer Nachhaltigkeitsziele entlang unserer Lieferketten.

Aus diesem Grund haben wir eine über Audits hinausgehende jährliche Überprüfung der Einhaltung von CR-Anforderungen eingeführt: die Corporate Responsibility Supplier Evaluation (CRSE). Die CRSE ist eine vergleichbare und transparente Bewertung auf der Grundlage quantitativer und qualitativer Indikatoren. Die Indikatoren, die sich im Wesentlichen auf die von den Geschäftspartnern eingesetzten Compliance-Managementsysteme zur Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards und auf die CR-Performance der von ihnen verwendeten Produktionsstätten beziehen, sind von unseren CR-Anforderungen abgeleitet. Letztere sind Bestandteil jedes mit uns geschlossenen Vertrages.

Um Transparenz zu gewährleisten, teilen wir die Bewertungsergebnisse einschließlich einer umfassenden Analyse des Status Quo ihres jeweiligen Managementsystems mit unseren Geschäftspartnern. Diese Analyseergebnisse dienen unseren Geschäftspartnern dazu, ihre Managementsysteme zur Einhaltung der geltenden Sozial- und Umweltanforderungen im Laufe des Jahres zu verbessern.

Um unseren Geschäftspartnern das Verständnis und die Umsetzung unserer CR-Anforderungen zu erleichtern, laden wir sie dazu ein, an verschiedenen Trainingsmaßnahmen teilzunehmen.

Die Ergebnisse dieser Bewertung finden zunehmend in unseren Einkaufsentscheidungen Berücksichtigung. Die CRSE stärkt letztlich langfristige Geschäftsbeziehungen zu denjenigen Geschäftspartnern, die eine hervorragende CR-Performance aufweisen, und bietet Anreize für eine kontinuierliche Weiterentwicklung.

Zyklus der Corporate Supplier Evaluation (CRSE)

Transparenz entlang der Lieferketten

Nachhaltigkeit nimmt für uns in der Produktion unserer Food- und Non-Food-Artikel einen äußerst hohen Stellenwert ein. Transparenz entlang unserer Lieferketten schafft die Voraussetzungen für die Umsetzung unserer Maßnahmen zur Erreichung von mehr Nachhaltigkeit. Nur wenn uns die Herkunft unserer Artikel bekannt ist, können wir die Einhaltung unserer Anforderungen sicherstellen, Risiken richtig einschätzen sowie Projekte erfolgreich umsetzen bzw. deren Umsetzung überwachen. In Zusammenarbeit mit unseren Geschäftspartnern setzen wir uns für die Steigerung der Transparenz entlang unserer Lieferketten ein, um einen umfassenderen Einblick über den Ursprung jedes einzelnen Artikels unseres Sortimentes und aller dafür eingesetzten Rohstoffe zu erhalten.

Unsere Ziele & Kennzahlen (2019)

Unsere Projekte

Anke Ehlers schneidet Kuchen bei der Eröffung der CR-Unit in Bangladesh CR office
Internationale Organisation
ALDI CR-Büros in Asien

Alle Landesorganisationen der Unternehmensgruppe ALDI SÜD beziehen Produkte aus Asien. Um die mit den Arbeitsbedingungen verbundenen Risiken zu minimieren und die Einhaltung unserer hohen Anforderungen sicherzustellen, unterhält die Unternehmensgruppe ALDI SÜD, gemeinsam mit ALDI Nord, seit dem Jahr 2012 eine CR-Unternehmenseinheit (CR-Büro) in Hongkong. Im Jahr 2017 richtete sie zu demselben Zweck eine weitere CR-Büro in Bangladesch ein.

Diese CR-Büro haben vor allem die Aufgabe, die von unseren Geschäftspartnern genutzten Produktionsstätten zu überwachen und zu bewerten, inwiefern unsere Geschäftspartner die Einhaltung der geltenden Sozialanforderungen sicherstellen. Entsprechend führen diese CR-Büro für die Unternehmensgruppe ALDI SÜD in den Produktionsstätten ALDI Social Assessments (ASAs) durch und zeigen den Geschäftspartnern auf, wie sie die Anforderungen umsetzen können.

Mehr in 'Unternehmensportrait'
Male and female people sitting around in circle
Projekt in Bangladesh
ALDI Factory Advancement (AFA) Project

ALDI engagiert sich für Menschenrechte in der Bekleidungsindustrie. Mit dem ALDI Factory Advancement (AFA) Project hat die ALDI SÜD Gruppe gemeinsam mit ALDI Nord ein wirksames Instrument etabliert, dass positiven Wandel in Bekleidungsfabriken in Bangladesch vorantreibt.

Seit seinem Projektstart im Jahr 2013 stehen im AFA Project Arbeiter und Manager im Mittelpunkt. Die Projektaktivitäten haben die Entwicklung nachhaltiger Lösungen zur Verbesserung von Arbeitsbedingungen in Bekleidungsfabriken zum Ziel. Das Grundprinzip des Projekts besteht in der Förderung des Dialogs zwischen Arbeitern und Managern. Inzwischen haben bereits etwa 85.000 Arbeiter und ihre Manager aus 40 Fabriken durch positive Veränderungen in ihrem täglichen Arbeitsumfeld von diesem Projekt profitiert.

Mehr über 'AFA Project'
Bild von einem Kind der Kinderbetreuung vom AFA Project's
Projekt in Bangladesh
AFA Project Plus für Kinderbetreuung

Von 2016 bis 2019 stellte das AFA Project PLUS den dringenden Bedarf von Fabrikarbeiterinnen in Bangladesch nach hochwertiger Betreuung für ihre Kinder in den Mittelpunkt seiner Aktivitäten. ALDI unterstützte ausgewählte AFA Project Fabriken bei der Verbesserung ihrer fabrikinternen Kindertagesbetreuungen.

Aufgrund ihrer finanziellen Situation und fehlender Alternativen sind viele Fabrikarbeiterinnen auf fabrikinterne Kindertagesstätten angewiesen. Gemeinsam mit lokalen Nichtregierungsorganisationen unterstützten wir die professionale Fortbildung von den Erziehern, dem leitendem Personal in den Kindertagesstätten, dem Pflegepersonal und den Eltern, die in der Fabrik beschäftigt sind.

Mehr über 'AFA Project'
Workers in garment factory in Bangladesh
Besonders im Fokus
Bangladesch

ALDI SÜD gehörte in den Jahren 2013 und 2017 zu den ersten Unterzeichnern des Abkommens für Brandschutz und Gebäudesicherheit in Bangladesch (Accord) sowie des Nachfolgeabkommens. Durch die Unterzeichnung dieser rechtsverbindlichen Vereinbarung haben wir uns dazu verpflichtet, die Sicherheit in den Ready-Made-Garment (RMG) Produktionsstätten innerhalb unserer Lieferketten in Bangladesch zu verbessern.

Da Bangladesch für uns zu den wichtigsten Herkunftsländern unserer Produkte zählt, haben wir unsere regelmäßigen ALDI Social Assessment (ASA)-Aktivitäten in diesem Land intensiviert und entsprechend die Zusammenarbeit mit den Geschäftspartnern, die für uns Produkte von dort beziehen, verstärkt.

Mit dem ALDI Factory Advancement (AFA) Project hat die Unternehmensgruppe ALDI SÜD gemeinsam mit ALDI Nord ein Programm ins Leben gerufen, das einen Wandel in den Produktionsstätten in Bangladesch, in denen Bekleidungsartikel für ALDI hergestellt werden, herbeiführt.

Mehr über 'AFA Project'

Sustainable Development Goals

4 Hochwertige Bildung 5 Geschlechtergleichheit 8 Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum 10 Weniger Ungleichheiten 12 Nachhaltige/r Konsum und Produktion 15 Leben an Land 17 Partnerschaften zur Erreichung der Ziele

UNGC

Menschenrechte

Prinzip 1

Schutz der Menschenrechte unterstützen und achten

Prinzip 2

Nicht an Menschenrechtsverletzungen mitschuldig

Arbeitsnormen

Prinzip 3

Vereinigungsfreiheit und Anerkennung des Rechts auf Kollektivverhandlungen

Prinzip 4

Beseitigung von Zwangsarbeit

Prinzip 5

Abschaffung von Kinderarbeit

Prinzip 6

Beseitigung von Diskriminierung bei Anstellung und Erwerbstätigkeit

Umwelt

Prinzip 7

Umgang mit Umweltproblemen dem Vorsorgeprinzip folgen

Prinzip 8

Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt fördern

Anti-Korruption

Prinzip 10

Gegen alle Arten der Korruption eintreten

GRI Referenzen

GRI 102: Allgemeine Standardangaben 2016

Global Reporting Initiative 102-9

GRI 103: Managementansatz 2016

Global Reporting Initiative 103-1 Global Reporting Initiative 103-2 Global Reporting Initiative 103-3

GRI 308: Ökologische Bewertung von Lieferanten 2016

Global Reporting Initiative 308-2

GRI 412: Überprüfung der Menschenrechte 2016

Global Reporting Initiative 412-1

GRI 414: Soziale Bewertung von Lieferanten 2016

Global Reporting Initiative 414-1 Global Reporting Initiative 414-2