Asian garment fabric workers at work stations

Textilien

Unser Ansatz

Uns ist es wichtig, dass unsere Bekleidungs- und Haushaltstextilien – die wir regelmäßig im Rahmen unserer mehrmals wöchentlich wechselnden Werbeaktionen anbieten – umweltfreundlich und sozialverträglich hergestellt werden. Wir verfolgen das Ziel, in Zukunft unser Angebot an nachhaltigen Textilartikeln weiter auszuweiten und die Transparenz entlang der Lieferketten von ALDI noch deutlicher zu verbessern.

Der Großteil unserer Textilprodukte wird in Produktionsstätten in Asien hergestellt. Unsere Mitarbeiter aus dem Bereich der unternehmerischen Verantwortung („Corporate Responsibility“, CR) arbeiten eng mit unseren Geschäftspartnern im Textilbereich bei der Umsetzung unserer CR-Anforderungen zusammen. Darüber hinaus prüfen unsere in Hongkong und Bangladesch tätigen Kollegen die Bedingungen in den Produktionsstätten regelmäßig vor Ort. Neben der Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Produktionsstätten gilt unser Interesse auch der Überprüfung weiterer Abschnitte unserer Lieferketten – von der Baumwollproduktion über die Garnspinnerei und das Färben bis hin zur Veredelung der Textilien.

Unsere Aktivitäten

Produktionsbedingungen in den Lieferketten

Wir erwarten von unseren Geschäftspartnern, dass sie alle unsere Sozial- und Umweltstandards einhalten, und legen ein besonderes Augenmerk auf die Produktionsbedingungen in Ländern, in denen die Befolgung dieser Standards bisher noch keine Selbstverständlichkeit darstellt. In diesen Ländern möchten wir einen Beitrag zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und zum Schutz der Umwelt leisten.

Aufgrund unseres indirekten Einkaufsmodells stehen wir nicht unmittelbar in Kontakt mit den Produktionsstätten. Stattdessen setzen wir auf eine enge Zusammenarbeit mit unseren Geschäftspartnern, die für uns wichtige Verbündete bei der Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den für ALDI genutzten Produktionsstätten sind. Neben einem kontinuierlichen Austausch beinhaltet unsere Zusammenarbeit auch die Umsetzung von Projekten (z. B. unseres ALDI Factory Advancement Project, kurz: AFA Project) sowie gemeinsame Monitoring Maßnahmen, um die Umsetzung und Einhaltung unserer Anforderungen in allen für ALDI eingesetzten Produktionsstätten sicherzustellen.

Weltkarte Besichtigungen und Überprüfungen

Transparenz entlang der Lieferketten

Nachhaltigkeit nimmt für uns in der Produktion unserer Food- und Non-Food-Artikel einen äußerst hohen Stellenwert ein. Transparenz entlang unserer Lieferketten schafft die Voraussetzungen für die Umsetzung unserer Maßnahmen zur Erreichung von mehr Nachhaltigkeit. Nur wenn uns die Herkunft unserer Artikel bekannt ist, können wir die Einhaltung unserer Anforderungen sicherstellen, Risiken richtig einschätzen sowie Projekte erfolgreich umsetzen bzw. deren Umsetzung überwachen. In Zusammenarbeit mit unseren Geschäftspartnern setzen wir uns für die Steigerung der Transparenz entlang unserer Lieferketten ein, um einen umfassenderen Einblick über den Ursprung jedes einzelnen Artikels unseres Sortimentes und aller dafür eingesetzten Rohstoffe zu erhalten.

Um unseren Kunden gegenüber transparenter zu sein, legen wir die Anschriften einschließlich der Rufnummern aller Hauptproduktionsstätten offen, in denen die von unserer Internationalen Einkaufsabteilung beschafften Textilien und Schuhe hergestellt werden. Die Produktionsstätten sind nach Produktgruppen oder Ländern kategorisiert. Die betreffenden Informationen werden halbjährlich auf den neusten Stand gebracht.

Detox

Im Jahr 2015 hat sich die Unternehmensgruppe ALDI SÜD neben 80 weiteren Unternehmen der Bekleidungsindustrie den Zielen der Detox-Kampagne von Greenpeace angeschlossen. Seither haben wir in unseren Lieferketten die negativen Auswirkungen chemischer Produktionsprozesse auf Arbeiter und die Umwelt deutlich verringert.

Um die Einhaltung unserer Anforderungen sicherzustellen, unterstützen wir unsere Lieferanten aktiv bei der Zusammenarbeit und Überprüfung von Produktionsstätten. Unsere ALDI Detox-Berichte bieten einen Überblick über die von uns erzielten Fortschritte in den vergangene fünf Jahren.

Wir wollen unser Engagement zur Reduktion von Umwelteinwirkungen auch zukünftig vorantreiben und intensivieren – von einer nachhaltigeren Ressourcenbeschaffung bis hin zur Sensibilisierung unserer Kunden, nachhaltigere Kaufentscheidungen zu tätigen. Wir werden uns für umweltschonende Produktionsprozesse einsetzen und den Verkauf nachhaltiger Produkte sicherstellen um unsere Konsumenten bei einer verantwortungsvollen Lebensweise zu unterstützen.  

Baumwolle

Baumwolle ist der Hauptbestandteil vieler Bekleidungs- und Heimtextilien, die bei ALDI vertrieben werden. Baumwolle ist ein nachwachsender natürlicher Rohstoff und vollständig biologisch abbaubar. Ihre Verwendung kann aber dennoch problematisch sein, da die Produktion oftmals mit sozialen und ökologischen Risiken in den Anbauländern verbunden ist.

Deswegen setzen wir uns gemeinsam mit unseren Geschäftspartnern für Standards ein, die auf langfristige und nachhaltige Verbesserungen im Baumwollanbau abzielen. Ab dem Jahr 2025 werden wir ausschließlich nachhaltige Baumwolle für die Herstellung unserer unter ALDI Eigenmarken angebotenen Bekleidungs- und Heimtextilien verwenden.

Unser(e) Ziel & Kennzahl (2019)

Unser Ziel: Sämtliche Geschäftspartner, die uns mit Bekleidungstextilien beliefern, sollen hinsichtlich ihrer Leistung im Bereich unternehmerischer Verantwortung („Corporate Responsibility“, CR) bewertet und nach Bedarf geschult werden.

100%

Anteil der Textilartikel liefernden Geschäftspartner, die in unser CRSE-Programm aufgenommen sind

Unsere Projekte

Anke Ehlers schneidet Kuchen bei der Eröffung der CR-Unit in Bangladesh CR office
Internationale Organisation
ALDI CR-Büros in Asien

Alle Landesorganisationen der Unternehmensgruppe ALDI SÜD beziehen Produkte aus Asien. Um die mit den Arbeitsbedingungen verbundenen Risiken zu minimieren und die Einhaltung unserer hohen Anforderungen sicherzustellen, unterhält die Unternehmensgruppe ALDI SÜD, gemeinsam mit ALDI Nord, seit dem Jahr 2012 eine CR-Unternehmenseinheit (CR-Büro) in Hongkong. Im Jahr 2017 richtete sie zu demselben Zweck eine weitere CR-Büro in Bangladesch ein.

Diese CR-Büro haben vor allem die Aufgabe, die von unseren Geschäftspartnern genutzten Produktionsstätten zu überwachen und zu bewerten, inwiefern unsere Geschäftspartner die Einhaltung der geltenden Sozialanforderungen sicherstellen. Entsprechend führen diese CR-Büro für die Unternehmensgruppe ALDI SÜD in den Produktionsstätten ALDI Social Assessments (ASAs) durch und zeigen den Geschäftspartnern auf, wie sie die Anforderungen umsetzen können.

Mehr in 'Unternehmensportrait'
Male and female people sitting around in circle
Projekt in Bangladesh
ALDI Factory Advancement (AFA) Project

ALDI engagiert sich für Menschenrechte in der Bekleidungsindustrie. Mit dem ALDI Factory Advancement (AFA) Project hat die ALDI SÜD Gruppe gemeinsam mit ALDI Nord ein wirksames Instrument etabliert, dass positiven Wandel in Bekleidungsfabriken in Bangladesch vorantreibt.

Seit seinem Projektstart im Jahr 2013 stehen im AFA Project Arbeiter und Manager im Mittelpunkt. Die Projektaktivitäten haben die Entwicklung nachhaltiger Lösungen zur Verbesserung von Arbeitsbedingungen in Bekleidungsfabriken zum Ziel. Das Grundprinzip des Projekts besteht in der Förderung des Dialogs zwischen Arbeitern und Managern. Inzwischen haben bereits etwa 85.000 Arbeiter und ihre Manager aus 40 Fabriken durch positive Veränderungen in ihrem täglichen Arbeitsumfeld von diesem Projekt profitiert.

Mehr über 'AFA Project'
Bild von einem Kind der Kinderbetreuung vom AFA Project's
Projekt in Bangladesh
AFA Project Plus für Kinderbetreuung

Von 2016 bis 2019 stellte das AFA Project PLUS den dringenden Bedarf von Fabrikarbeiterinnen in Bangladesch nach hochwertiger Betreuung für ihre Kinder in den Mittelpunkt seiner Aktivitäten. ALDI unterstützte ausgewählte AFA Project Fabriken bei der Verbesserung ihrer fabrikinternen Kindertagesbetreuungen.

Aufgrund ihrer finanziellen Situation und fehlender Alternativen sind viele Fabrikarbeiterinnen auf fabrikinterne Kindertagesstätten angewiesen. Gemeinsam mit lokalen Nichtregierungsorganisationen unterstützten wir die professionale Fortbildung von den Erziehern, dem leitendem Personal in den Kindertagesstätten, dem Pflegepersonal und den Eltern, die in der Fabrik beschäftigt sind.

Mehr über 'AFA Project'
Workers in garment factory in Bangladesh
Besonders im Fokus
Bangladesch

ALDI SÜD gehörte in den Jahren 2013 und 2017 zu den ersten Unterzeichnern des Abkommens für Brandschutz und Gebäudesicherheit in Bangladesch (Accord) sowie des Nachfolgeabkommens. Durch die Unterzeichnung dieser rechtsverbindlichen Vereinbarung haben wir uns dazu verpflichtet, die Sicherheit in den Ready-Made-Garment (RMG) Produktionsstätten innerhalb unserer Lieferketten in Bangladesch zu verbessern.

Da Bangladesch für uns zu den wichtigsten Herkunftsländern unserer Produkte zählt, haben wir unsere regelmäßigen ALDI Social Assessment (ASA)-Aktivitäten in diesem Land intensiviert und entsprechend die Zusammenarbeit mit den Geschäftspartnern, die für uns Produkte von dort beziehen, verstärkt.

Mit dem ALDI Factory Advancement (AFA) Project hat die Unternehmensgruppe ALDI SÜD gemeinsam mit ALDI Nord ein Programm ins Leben gerufen, das einen Wandel in den Produktionsstätten in Bangladesch, in denen Bekleidungsartikel für ALDI hergestellt werden, herbeiführt.

Mehr über 'AFA Project'
Vier Frauen stehen um einen Beutel voll Baumwolle
© Fairtrade / Didier Gentilhomme
Internationales Ziel & Projekt in Tadschikistan und Kirgisistan
Baumwolle

Internationales Ziel

Wir setzen uns gemeinsam mit unseren Geschäftspartnern für Standards ein, die auf langfristige und nachhaltige Verbesserungen im Baumwollanbau abzielen. Ab dem Jahr 2025 werden wir ausschließlich nachhaltige Baumwolle für die Herstellung unserer unter ALDI Eigenmarken angebotenen Bekleidungs- und Heimtextilien verwenden.

Unseren Geschäftspartnern ist es nicht gestattet, Baumwolle aus Ursprungsländern zu verwenden, in denen ein systematischer Zusammenhang zwischen Baumwollanbau und -ernte und Menschenrechtsverletzungen besteht. So hat ALDI beispielsweise den Einsatz von Baumwolle aus Usbekistan und Turkmenistan vertraglich ausgeschlossen.

Projekt für Baumwollsaatgut in Kooperation mit Fairtrade

Seit 2018 unterstützt ALDI SÜD Deutschland das Fairtrade-Projekt in Tadschikistan und Kirgisistan. Dieses Projekt verfolgt das Ziel, Kleinbauern zu stärken und die Qualität von und Versorgung mit Baumwolle aus Zentralasien zu stärken.

Zur Erreichung dieses Ziels werden folgende Maßnahmen umgesetzt:

  • Schulungsmaßnahmen für Kleinbauern zu den Themen Saatguterzeugung und -vermehrung;
  • Maßnahmen zur Eindämmung von Verunreinigungen durch genmanipuliertes Saatgut;
  • Vergrößerung der Anbaufläche für ökologisches Baumwollsaatgut und Erhöhung der Erntemenge;
  • Wissensmanagement und -transfer
© Fairtrade / Didier Gentilhomme

 

Mehr über 'Baumwolle'
Logo of Partnership for Sustainable Textiles
Internationales Projekt
Initiative für existenzsichernde Löhne des "Bündnisses für nachhaltige Textilien"

Als Mitglied des deutschen Bündnisses für nachhaltige Textilien setzen wir uns seit dem Jahr 2019 mit dem Thema „Existenzsichernde Löhne“ in der vom Bündnis ins Leben gerufenen, gleichnamigen Initiative auseinander.  Im Rahmen dieser Initiative engagieren wir uns für die Verbesserung unserer Einkaufspraktiken, da diese einen immensen Einfluss auf die Arbeitsbedingungen und Lohnzahlungen in den für ALDI eingesetzten Produktionsstätten haben können.

Der erste Schritt bestand hierbei in der Bewertung unserer eigenen Einkaufspraktiken in Zusammenarbeit mit unseren internationalen Einkaufs-, Design- und Qualitätssicherungsabteilungen. Auf der Grundlage dieser Lückenanalyse haben wir unter Einbeziehung unserer Einkaufsabteilung einen umfassenden Fahrplan einschließlich konkreter Maßnahmen zur Umsetzung verantwortungsvoller Einkaufspraktiken entwickelt. Gemeinsam mit anderen Marken haben wir darüber hinaus eine Gruppe für kooperativen Erkenntnisgewinn (“Peer-Learning-Gruppe“) gegründet, um Lösungen für die ermittelten Herausforderungen zu finden und uns über bewährte Praktiken auszutauschen.

Mehr über 'Bündnisses für nachhaltige Textilien'
Tshirt with recycling circle
Besonders im Fokus
Qualität und Langlebigkeit bei Textilien

Die hohe Qualität unserer Textilien stellt eine grundlegende Anforderung an alle ALDI Lieferanten. Mit unserem besonderen Qualitätsfokus und dessen Überwachung innerhalb des Produktionsprozesses trägt ALDI direkt den Ansprüchen an eine lange Lebensdauer seiner Textilien Rechnung. Neben einem qualitativ hochwertigen Produkt stellt die „bestmögliche“ Pflege innerhalb der Nutzungsphase einen mindestens genauso bedeutenden Aspekt dar, um die Langlebigkeit von Textilien zu wahren.

Hohe Qualitätsstandards in der Produktion und die richtige Pflege während der Nutzung stellen somit sicher, dass ein Textil dem Kunden auch noch lange nach seinem Kauf Freude bereitet.

Mehr über 'Qualität und Langlebigkeit bei Textilien'

Sustainable Development Goals

1 Keine Armut 8 Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum 10 Weniger Ungleichheiten 12 Nachhaltige/r Konsum und Produktion 17 Partnerschaften zur Erreichung der Ziele

UNGC

Menschenrechte

Prinzip 1

Schutz der Menschenrechte unterstützen und achten

Prinzip 2

Nicht an Menschenrechtsverletzungen mitschuldig

Arbeitsnormen

Prinzip 3

Vereinigungsfreiheit und Anerkennung des Rechts auf Kollektivverhandlungen

Prinzip 4

Beseitigung von Zwangsarbeit

Prinzip 5

Abschaffung von Kinderarbeit

Prinzip 6

Beseitigung von Diskriminierung bei Anstellung und Erwerbstätigkeit

Umwelt

Prinzip 7

Umgang mit Umweltproblemen dem Vorsorgeprinzip folgen

Prinzip 8

Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt fördern

Anti-Korruption

Prinzip 10

Gegen alle Arten der Korruption eintreten

GRI Referenzen

GRI 103: Managementansatz 2016

Global Reporting Initiative 103-1 Global Reporting Initiative 103-2 Global Reporting Initiative 103-3

GRI 308: Ökologische Bewertung von Lieferanten 2016

Global Reporting Initiative 308-2