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Person with fisher net

Fisch & Meeresfrüchte

Unser Ansatz

Weltweit leiden Fischbestände zunehmend unter Überfischung. Daher achten wir auf eine verantwortungsvolle und nachhaltige Beschaffung der Fisch- und Meeresfrüchteartikel unseres Eigenmarkensortimentes. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, den Anteil verantwortungsvoll beschaffter Artikel aus unserem Fisch- und Meeresfrüchtesortiment kontinuierlich zu steigern. Darüber hinaus beabsichtigen wir, unsere Fisch- und Meeresfrüchteartikel ausschließlich aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Fischereien und Zuchtbetrieben zu beziehen, um so die negativen Auswirkungen auf die Ozeane und Gewässer zu minimieren.

Unsere Aktivitäten

Zertifizierung und Standards

Wir möchten unseren Kunden höchste Qualität zu einem möglichst guten Preis bieten. Deshalb nutzen wir Systeme, die nachweislich zuverlässig sind und sich für eine marktweite Umsetzung eignen. Ein Beispiel hierfür ist die Nutzung unabhängiger Zertifizierungen im Zuge des Einkaufs von Fisch- und Meeresfrüchteartikeln. Anhand dieser Zertifizierungen können wir sicherstellen, dass die Artikel unseres Fisch- und Meeresfrüchtesortimentes umweltfreundlich und sozialverträglich produziert werden.

Unsere Kriterien für den verantwortungsvollen Fischeinkauf:

  1. Zertifizierung gemäß einem von uns anerkannten Standard („Marine Stewardship Council“ (MSC), „Aquaculture Stewardship Council“ (ASC), Bio, GlobalG.A.P., „Best Aquaculture Practices“ (BAP) sowie von der „Global Sustainable Seafood Initiative“ (GSSI) anerkannte Standards)
  2. Niedriges oder mittleres Risiko gemäß der vom „World Wide Fund for Nature“ (WWF) oder der NGO „Sustainable Fisheries Partnership“ (SFP) durchgeführten Bewertung
  3. Der Rohstoff stammt aus einer Fischerei, die in einem „Fishery Improvement Project“ (FIP) eingebunden und auf der Webseite „fisheryprogress.org“ registriert ist oder von einer Farm, die in einem „Aquaculture Improvement Project“ (AIP) eingebunden ist und jeweils entsprechende Erfolge vorweisen kann

Zusätzliche Kriterien für Thunfisch: Der Geschäftspartner ist Mitglied der „International Seafood Sustainability Foundation“ (ISSF), einer internationalen Stiftung zur Förderung von Nachhaltigkeit im Bereich Thunfisch, oder seine Fangschiffe sind im „Proactive Vessel Register“ (PVR) eingetragen.

Risikobewertung in Hinblick auf Nachhaltigkeit

Sämtliche nicht zertifizierten Fisch- und Meeresfrüchteartikel werden einer Risikobewertung unterzogen, um sicherzustellen, dass von diesen kein hohes Risiko in Hinblick auf Überfischung oder negative Auswirkungen auf das Ökosystem ausgeht. Hierbei arbeiten wir mit „Sustainable Fisheries Partnership und dem WWF zusammen.

Vor der Kaufentscheidung wird jedes Rohmaterial hinsichtlich seines Risikos für die Umwelt bewertet. Darüber hinaus wird unser gesamtes Fisch- und Meeresfrüchtesortiment einer weiteren Risikobewertung am Ende des Jahres unterzogen. Wird ein erhöhtes Risiko bei der Jahresendbewertung festgestellt, so werden wir entweder den Artikel durch eine nachhaltigere Alternative ersetzen oder gemeinsam mit unseren Geschäftspartnern konkrete Verbesserungsmaßnahmen festlegen.

Transparenz und Rückverfolgbarkeit entlang der Lieferketten

Unsere Geschäftspartner müssen die Rückverfolgbarkeit aller an ALDI gelieferten Fisch- und Meeresfrüchteartikel gewährleisten. Daher sind unsere Geschäftspartner vertraglich verpflichtet, Informationen zur gesamten Wertschöpfungskette des jeweiligen Artikels, etwa zum Fanggebiet, zur angewandten Fangmethode, zur Teilnahme an einem „Fishery Improvement Project“ (FIP) oder „Aquaculture Improvement Project“ (AIP), sowie weitere Informationen zur Förderung einer verantwortungsvollen Beschaffung und kontinuierlicher Verbesserungen bereitzustellen.

Um den Kunden mehr Transparenz für Fisch- und Meeresfrüchteartikel zu bieten, haben ALDI SÜD Deutschland und HOFER eine Rückverfolgbarkeitsplattform eingerichtet. Ein QR-Code oder Rückverfolgbarkeitscode auf der Verpackung ermöglicht ihnen hierbei, die betreffenden Artikel bis zu ihrem Ursprung zurückzuverfolgen. So erhalten die Kunden etwa für Fischartikel Informationen zum Fanggebiet und zum Verarbeitungsort.

ALDI SÜD Deutschland: Rückverfolgbarkeitsplattform HOFER: Check your product
Fish traceability logo of ALDI SOUTH Group

 

Check your product logo of HOFER

 

 

ALDI UK/IE, ALDI Australien und ALDI USA haben sich dem „Ocean Disclosure Project“ (ODP) angeschlossen, in dem sie freiwillig Informationen über ihre Fisch- und Meeresfrüchteartikel aus Wildfang offenlegen. Das ODP dient als globale Plattform sowie als Berichtsrahmen zur Steigerung der Transparenz in den globalen Lieferketten für Fisch- und Meeresfrüchteartikel. Die genannten Landesorganisationen der Unternehmensgruppe ALDI SÜD veröffentlichen zu den von ihnen angebotenen Fisch- und Meeresfrüchteartikeln aus Wildfang eine Liste aller eingesetzten Fischereibetriebe und Fangmethoden sowie der Auswirkungen auf die Umwelt.

Risikoanalyse: Einhaltung der Menschenrechte

Schema für Menschenrechte

Im Jahr 2018 haben wir unsere Lieferketten für Lebensmittel- bzw. Agrarprodukte flächendeckend analysiert. Ziel dieser Analyse war es, für die gesamte Unternehmensgruppe ALDI SÜD Risiken für nachteilige Auswirkungen auf Menschenrechte und unsere größten Einflussmöglichkeiten entlang unserer globalen Lieferketten zu identifizieren.

Wir haben festgestellt, dass der Rohstoff Fisch und Meeresfrüchte ein hohes Risiko für negative Auswirkungen auf Menschenrechte aufweist und hinsichtlich der Einflussmöglichkeiten der Unternehmensgruppe ALDI SÜD von höchster Relevanz ist.

Kontinuierliche Überprüfung unserer Geschäftspartner

Um die Einhaltung der Sozial- und Umweltstandards überwachen zu können und deren Anwendung in Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten zu fördern, haben wir unser Social Monitoring Programme (SMP) entwickelt und eingeführt. Audits, die von unabhängigen Experten, wie amfori BSCI oder Sedex, durchgeführt werden, stellen eine Kernkomponente dieses Programms dar. Die entsprechenden Audits müssen vor der Produktion unserer Artikel erfolgen.

Für das Ende des Jahres 2020 plant die Unternehmensgruppe ALDI SÜD, die Hochrisiko-Warengruppe Fisch und Meeresfrüchte mit Fokus auf der Verarbeitungsstufe in das Social Monitoring Programme aufzunehmen.

Weltkarte Besichtigungen und Überprüfungen

Unser(e) Ziel & Kennzahl (2019)

Unser Ziel: Sämtliche Artikel unseres Fisch- und Meeresfrüchtesortimentes sollen bis spätestens Ende des Jahres 2020 verantwortungsvoll beschafft werden.

89%

Anteil verantwortungsvoll beschaffter Fisch- und Meeresfrüchteartikel

Unsere Projekte & Initiativen

Fish der eine Hand voll Sardinien hält
Projekt in Marokko
"Fishery Improvement Project"

Dieses Projekt verfolgt das Ziel, die Umsetzung nachhaltiger Fischfangmethoden, die den von MSC aufgestellten Kriterien entsprechen, langfristig durchzusetzen. Dies soll durch eine dauerhafte Verbesserung des Fischereimanagements erreicht werden. Die Unternehmensgruppe ALDI SÜD rief dieses Projekt im Jahr 2014 ins Leben, um aktiv auf eine nachhaltigere Sardinenfischerei in Marokko hinzuarbeiten.

Mehr über 'Fishery progress'
Schwarm von Fisch im blauen Ozen
Copyright: HOFER
Partnerschaften
Sustainable Fisheries Partnership (SFP) und World Wide Fund for Nature (WWF)

Sustainable Fisheries Partnership (SFP)

Seit dem Jahr 2012 arbeiten wir mit „Sustainable Fisheries Partnership“ (SFP), einer führenden Nichtregierungsorganisation, zusammen. Ihr Fokus liegt auf der Verbesserung der Nachhaltigkeit von Fisch und Meeresfrüchten aus Wildfang und Aquakultur. SFP arbeitet mit uns als unabhängiger Berater für die Nachhaltigkeit von Fisch und Meeresfrüchten zusammen. In dieser Rolle bewertet SFP die Nachhaltigkeit unserer Eigenmarkenartikel im Bereich Fisch und Meeresfrüchte und gibt Empfehlungen zur kontinuierlichen Verbesserung der Fischereien. Durch diese partnerschaftliche Zusammenarbeit gewinnen wir ein besseres Verständnis für den nachhaltigeren Einkauf dieser Artikel.

World Wide Fund for Nature (WWF)

Seit dem Jahr 2010 arbeiten wir auch mit dem „World Wide Fund for Nature“ (WWF) im Bereich des nachhaltigen Fischfangs und nachhaltiger Aquakultur zusammen. Der WWF unterstützt uns als unabhängiger Berater und bewertet die Nachhaltigkeit unserer Eigenmarkenartikel im Bereich Fisch und Meeresfrüchte. Darüber hinaus erhalten wir vom WWF Empfehlungen zur kontinuierlichen Verbesserung der Fischereien und der Aquakulturen.

Logo of Seafood Task Force
Partnerschaft
Seafood Task Force

Seit dem Jahr 2017 ist die Unternehmensgruppe ALDI SÜD Mitglied der „Seafood Task Force“, einer Multistakeholder-Initiative, die sich mit illegaler, nicht gemeldeter und nicht regulierter Fischerei („illegal, unreported and unregulated fishing“, „IUU fishing“) auseinandersetzt, um gegen Missstände in den Bereichen Menschenrechte und Meeresschutz vorzugehen, die oftmals zusammenhängen.

Die „Seafood Task Force“ nutzt das gebündelte Wissen und die Erfahrung ihrer Mitglieder, um komplexe Problemstellungen entlang der Lieferketten anzugehen, die von einem einzelnen Akteur nicht gelöst werden können. Ziel der Initiative ist es, durch die Förderung von Transparenz und kontinuierliche Verbesserungsmaßnahmen in den Bereichen Menschen, Artikel, Prozesse und Politik einwandfreie Lieferketten für Fisch und Meeresfrüchte vom Fangschiff bis zum Händler aufzubauen.

Mehr über 'Seafood Task Force'

Sustainable Development Goals

8 Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum 10 Weniger Ungleichheiten 12 Nachhaltige/r Konsum und Produktion 14 Leben unter Wasser 17 Partnerschaften zur Erreichung der Ziele

UNGC

Menschenrechte

Prinzip 1

Schutz der Menschenrechte unterstützen und achten

Prinzip 2

Nicht an Menschenrechtsverletzungen mitschuldig

Arbeitsnormen

Prinzip 3

Vereinigungsfreiheit und Anerkennung des Rechts auf Kollektivverhandlungen

Prinzip 4

Beseitigung von Zwangsarbeit

Prinzip 5

Abschaffung von Kinderarbeit

Prinzip 6

Beseitigung von Diskriminierung bei Anstellung und Erwerbstätigkeit

Umwelt

Prinzip 7

Umgang mit Umweltproblemen dem Vorsorgeprinzip folgen

Prinzip 8

Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt fördern

GRI Referenzen

GRI 103: Managementansatz 2016

Global Reporting Initiative 103-1 Global Reporting Initiative 103-2 Global Reporting Initiative 103-3