Jungle von oben

Waldschutz

Unser Ansatz

Als global agierendes Einzelhandelsunternehmen ist sich die Unternehmensgruppe ALDI SÜD ihrer Verantwortung bewusst, sicherzustellen, dass unsere Produkte nicht zur Zerstörung von Wäldern beitragen. Wälder sind komplexe, von Artenvielfalt geprägte Ökosysteme, die einen wichtigen Lebensraum für Pflanzen, Tiere und Menschen darstellen. Dies gilt vor allem für tropische Regenwälder, die den Großteil der Artenvielfalt und der Süßwasserversorgung unseres Planeten bewahren. Um dem Klimawandel entgegenzuwirken, müssen auch die globalen Wälder geschützt werden. Die zentrale Herausforderung dabei ist, dass Entwaldung in alarmierendem Maße immer weiter voranschreitet. Alleine die Abholzung von Naturwäldern verursacht etwa 15 % der weltweiten CO2-Emissionen.

Die Unternehmensgruppe ALDI SÜD strebt an, dass spätestens ab dem 31. Dezember 2030 keine Entwaldung mehr in Zusammenhang mit unseren Lieferketten mit hoher Priorität stattfindet. Sogenannte [Cut-off Daten] werden für die einzelnen Rohstoffe je nach Marktlage und verfügbaren Zertifizierungsprogrammen definiert. Als letztmögliches akzeptiertes Cut-Off Datum für jeden Rohstoff wird 2020 anvisiert.

Unsere Aktivitäten

Unsere Selbstverpflichtung zur Vermeidung von Entwaldung

Zur Bewertung der Effizienz und Effektivität unserer aktuellen und zukünftigen Maßnahmen haben wir im Jahr 2020 eine Risikoanalyse unserer globalen Lieferketten hinsichtlich des Entwaldungsrisikos durchgeführt. Das Ziel der Risikobewertung bestand darin, potenzielle negative Auswirkungen unseres unternehmerischen Handelns auf Wälder festzustellen, erste Erkenntnisse über die ermittelten tatsächlichen Auswirkungen zu gewinnen und zu verstehen, in welchen unserer globalen Lieferketten der Einfluss der Unternehmensgruppe ALDI SÜD am größten ist. Auf dieser Grundlage haben wir unsere Lieferketten mit hoher Priorität identifiziert.

Anfang nächsten Jahres (2022) wollen wir ein internationales Standpunktpapier veröffentlichen, welches sowohl die Ergebnisse unserer Entwaldungsrisikoanalyse sowie rohstoffspezifische Meilensteine zu unseren Lieferketten mit hoher Priorität umfassen wird. Das Standpunktpapier wird darlegen, wie wir anstreben die Entwaldung entlang unserer Lieferketten mit hoher Priorität bis 2030 zu beenden.

Werkzeuge

Die Schwerpunkte zur Bekämpfung von Entwaldung in unseren Lieferketten mit hoher Priorität sind folgende:

  • Standards und Transparenz: Von unabhängigen Standardgebern zertifizierte Rohstoffe sind - sofern verfügbar - ein wirksames Werkzeug für den Einzelhandel, um die Umsetzung von Nachhaltigkeitskriterien vor Ort zu gewährleisten. In diesem Zusammenhang spielen alle Stufen einer physischen Lieferkette - vom Anbau bis zum Endprodukt - eine wichtige Rolle. Im Falle eingeschränkter Verfügbarkeit werden wir in einem ersten Schritt [Credits] akzeptieren, um die Auswirkungen der Entwaldung zu minimieren. Um den Einfluss unserer Maßnahmen zu steigern, setzen wir, wo immer möglich, gleichzeitig auf Transparenzsteigerung.
  • Dialog mit Stakeholdern: Die Zusammenarbeit mit diversen Stakeholdern ist vor allem bei komplexen Lieferketten für grundlegende Veränderungen im Markt entscheidend. Mit folgenden Partnern unterhalten wir Kooperationen:
    • Standardgeber: für zuverlässige Zertifizierungskriterien.
    • In unserer Lieferkette: mit unseren direkten Lieferanten sowie mit internationalen Händlern/Importeuren.
    • Brancheninterne Gruppen/Organisationen: als Mitglied in branchenübergreifenden Initiativen wie zum Beispiel der Palm Oil Transparency Coalition (POTC), dem Consumer Goods Forum (CGF) und der Retail Soy Group (RSG).
  • Zusammenarbeit im Ursprung: Um direkten Einfluss zu nehmen, engagieren wir uns bereits beim Anbau der Rohstoffe, die in unseren Produkten zum Einsatz kommen. Neben Zertifikaten und Kooperationen setzen wir auch auf unterstützende Projekte vor Ort und ganzheitliche Herangehensweisen, sogenannte [Landscape Approaches], um so den Schutz der Wälder bestmöglich voranzutreiben.

Unterstützung eines europäischen Gesetzesrahmens

Zur erfolgreichen Bewältigung systematischer Herausforderungen in komplexen Lieferketten möchten wir noch einen Schritt weitergehen: Unser langjähriges Engagement und die Zusammenarbeit mit diversen Interessengruppen haben verdeutlicht, dass der Schutz von Wäldern am besten im Rahmen gemeinsamer Initiativen und Partnerschaften umgesetzt werden kann. Angesichts des dringenden Bedarfs an wirksamen Maßnahmen ist eine Zusammenarbeit aller relevanten Stakeholder aus Politik, Wirtschaft und der Gesellschaft unverzichtbar.

Daher unterstützen wir die Einführung eines robusten und wirkungsorientierten europäischen Gesetzesrahmens zur Bekämpfung globaler Entwaldung.

Gesetzliche Maßnahmen zur Eindämmung von Entwaldung auf EU-Ebene sind ausschlaggebend für einheitliche Wettbewerbsbedingungen und für einen grundlegenden Wandel innerhalb des gesamten Marktes. Der Erhalt der Wälder wirkt sich zudem positiv auf die Abschwächung des Klimawandels und den Erhalt der Biodiversität unseres Planeten aus.

Palmöl

Um zu verhindern, dass entlang unserer Lieferketten Wälder für die Produktion von Palmöl gerodet werden, achten wir darauf, dass das in unseren Eigenmarkenartikeln verwendete Palmöl gemäß dem Chain-of-Custody-Standard des Runden Tisches für nachhaltiges Palmöl („Roundtable on Sustainable Palm Oil“, RSPO) zertifiziert ist. Es ist uns gelungen, den Anteil zertifizierten Palmöls in unseren Eigenmarkenartikeln deutlich zu steigern: Waren im Jahr 2016 noch 69% des verwendeten Palmöls zertifiziert, so sind es seit dem Jahr 2018 nunmehr 100 %.

Über die Beschaffung zertifizierter Ware hinaus umfasst das Engagement der Unternehmensgruppe ALDI SÜD auch die Förderung von Transparenz und die Einbindung von Kleinbauern innerhalb der Palmölbranche: So sind wir Gründungsmitglied des Palmöl-Transparenz-Bündnisses („Palm Oil Transparency Coalition“, POTC) und Mitglied der Einzelhandels-Palmölgruppe („Retailers’ Palm Oil Group“, RPOG). Im Jahr 2016 haben wir einen Ansatz zur besseren Integration von Kleinbauern in unsere Wertschöpfungskette entwickelt: Neben unserer Mitwirkung im RSPO Smallholder Standing Committee des RSPO und dem Erwerb von sogenannten „Independent Smallholder Credits“ des RSPOs Palm(kern)öl von unabhängigen Kleinbauern, unterstützen wir Kleinbauern vor Ort im Rahmen unseres Kleinbauernprojektes in der Elfenbeinküste, das wir gemeinsam mit unserem Partner Solidaridad umsetzen. 

Soja

Ein Großteil des weltweit angebauten Sojas wird aufgrund seines hohen Proteingehalts zur Tierfütterung eingesetzt. Wir möchten sicherstellen, dass beim Anbau des Sojas für unsere Artikel weder natürliche Ökosysteme noch Menschenrechte verletzt werden. Um die komplexen Herausforderungen der Lieferketten für Soja zu bewältigen sowie die Verfügbarkeit nachhaltiger Futtermittel auf Sojabasis zu steigern, arbeiten wir mit weiteren engagierten Einzelhandelsunternehmen in der „Retail Soy Group“ (RSG) zusammen.

Seit 2017 ermitteln wir unseren Soja-Fußabdruck, seit 2018 im Rahmen des „Collective Soy Reportings“ (CSR). Im Jahr 2018 waren 26% des Soja-Fußabdrucks von ALDI SÜD Deutschland, Hofer S/E und ALDI GB/IE entwaldungsfrei zertifiziert entsprechend der Standards RTRS, ProTerra, Donausoja oder CRS. Nebst der genauen Berechnung unseres Fußabdrucks und der Ursprungsbestimmung nutzen wir die Ergebnisse, um wirksame Hebel zur Umsetzung einer entwaldungsfreien Lieferkette zu identifizieren. Darüber hinaus formuliert der auf dem CSR basierte „Soy Report 2019 konkrete Empfehlungen für die gesamte Branche, welche die Entwicklung zu entwaldungsfreien Sojalieferketten unterstützen soll.

Holz

Wir achten bei der Beschaffung unserer Eigenmarkenartikel und Verpackungen darauf, dass das verwendete holzbasierte Material aus nachhaltigen Quellen stammt. Vor diesem Hintergrund haben wir uns zum Ziel gesetzt, spätestens ab dem Ende des Jahres 2020 ausschließlich Material zu verwenden, das gemäß der Standards FSC, PEFC, SFI oder dem Blauen Engel zertifiziert ist oder aus recyceltem Material hergestellt wurde. Im Jahr 2020 waren 84 % unserer Eigenmarkenartikel und 74 % der Verpackung für unsere Eigenmarkenartikel zertifiziert oder bestanden aus recyceltem Material. 

Im Jahr 2019 begannen ALDI SÜD Deutschland und HOFER S/E ihre Kooperation mit dem FSC zur Produktion von nachhaltiger Holzkohle in Namibia. Ziel des Projekts ist neben der Steigerung der verfügbaren Menge an nachhaltiger Holzkohle, dass die Bauern in den Anbauregionen direkt profitieren.
 

Unsere CR-Kennzahlen (2020)

Unsere Projekte, Mitgliedschaften & Arbeitsgruppen

Waldschutz

Partnership
Seit 2020
Unterstützergruppe für das Cerrado Manifesto

Im Jahr 2020 hat die Unternehmensgruppe ALDI SÜD die Erklärung zur Unterstützung (Statement of Support) für das Cerrado Manifesto unterzeichnet. In der Unterstützergruppe arbeiten wir zusammen mit anderen Unternehmen an der Einbindung lokaler und internationaler Beteiligter zum Schutz der einheimischen Vegetation im brasilianischen Cerrado-Gebiet.

Das als „Cerrado“ bekannte Gebiet ist eine Savannenlandschaft mit der weltweit größten Artenvielfalt und nach dem Amazonas-Regenwald das zweitgrößte Biom Südamerikas. Der Schutz dieser Region ist dringend notwendig, da das Cerrado noch stärker von Entwaldung und Flächenumwandlung betroffen ist als das Amazonasgebiet. Mehr als 50 Prozent der ursprünglichen Fläche sind bereits mehrheitlich durch den Sojaanabau und die Viehzucht unwiederbringlich verloren gegangen.

Mehr über 'Unterstützergruppe für das Cerrado Manifesto'

Palmöl

People from Cote d'Ivoire standing in a group smiling at camera
© Solidaridad
Projekt in Côte d'Ivoire
Palmöl Kleinbauernprojekt (2017-2021)

Seit dem Jahr 2017 fördert die Unternehmensgruppe ALDI SÜD, gemeinsam mit ALDI Nord, ein Kleinbauernprojekt in der Elfenbeinküste, um wichtige Weichen für den nachhaltigen Anbau von Ölpalmen zu stellen. Gemeinsam mit unserem Partner, der NGO Solidaridad, haben wir ein Projekt entwickelt, das sich auf den Schutz der natürlichen Wälder und auf umweltfreundliche Anbaumethoden konzentriert. Solidaridad bietet bis zu 2.100 Kleinbauern Schulungen zum Waldschutz sowie zu ressourcen- und umweltschonenden Anbaumethoden. Die beteiligten Kooperativen sind COOPALEN, UCCOPES und COOPTOSA aus der Region Sud Comoé, UCOOPALM aus der Region Grand Ponts, USCOPAHLD aus Loh Djiboua und U3SC aus San Pedro.

Mehr über 'Solidaridad'
Four Palm oil pulps and Palm Oil Transparency Coalition logo
Copyright: POTC
Seit 2017
Palm Oil Transparency Coalition (POTC)

Wir sind Gründungsmitglied des Bündnisses für Transparenz im Palmölsektor, der „Palm Oil Transparency Coalition“ (POTC). Die POTC ist ein Zusammenschluss von Unternehmen, die vorwettbewerblich zusammenarbeiten, um Entwaldung und Ausbeutung im Zusammenhang mit Palmanbau entgegenzuwirken. Wir tauschen uns mit großen internationalen Palmölimporteuren und -händlern aus und überprüfen jährlich deren Fortschritte im Kampf gegen Entwaldung und Ausbeutung entlang ihrer Lieferketten. Mit diesem Ansatz zielen wir auf Transparenz und Engagement ab, die über die Erlangung von Zertifizierungen hinausgeht.

Mehr über 'Palm Oil Transparency Coalition'
Logo of Retailers' Palm Oil Group
Seit 2012
Retailers' Palm Oil Group (RPOG)

Die Unternehmensgruppe ALDI SÜD ist seit dem Jahr 2012 Mitglied der Palmölgruppe des Einzelhandels, „Retailers’ Palm Oil Group“ (RPOG). Die RPOG ist ein vorwettbewerbliches Bündnis von Einzelhändlern, welche das gemeinsame Ziel verfolgen, die Verwendung von nachhaltigem Palmöl in allen relevanten Lieferketten zur Norm zu machen.

 

Mehr über 'Retailers’ Palm Oil Group'
Logo of Roundtable on Sustainable Palm Oil
Seit 2011
Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO)

Die Unternehmensgruppe ALDI SÜD ist seit 2011 Mitglied des „Roundtable on Sustainable Palm Oil“ (RSPO). Die gemeinnützige Organisation vereint Interessensvertreter aus der Palmölindustrie, um globale Standards für nachhaltiges Palmöl zu entwickeln und umzusetzen. Der RSPO hat weltweit mehr als 4.800 Mitglieder entlang der ganzen Palmlieferkette.

Zusammenarbeit

Seit 2019 ist die Unternehmensgruppe ALDI SÜD die einzige Vertreterin des Einzelhandels im ständigen Ausschuss für Kleinbauern, dem „Smallholder Standing Committee“ (SHSC) des RSPO. Ziel des SHSC ist es, Kleinbauern in nachhaltige Palmöllieferketten miteinzubeziehen. Zu den Aufgaben des Ausschusses gehören die Erarbeitung der RSPO-Kleinbauernstrategie sowie die Überwachung ihrer Umsetzung.

Mehr über 'Roundtable on Sustainable Palm Oil: Smallholder Standing Committee'

Soja

Soy field in evening sun light
Projektgruppe
Collective Soy Reporting (CSR)

Seit dem Jahr 2018 nehmen wir mit einer Reihe weiterer Einzelhandelsunternehmen am „Collective Soy Reporting“ (CSR) teil. Ziele sind:

  • Erstellung individueller Sojafußabdrucke.
  • Ermittlung des Ursprungs des genutzten Sojas.
  • Überprüfung ob das verwendete Soja nach einem Standard zertifiziert ist, der entwaldungsfreien Anbau garantiert.
  • Erstellung eines Reports, welcher wirkungsvolle Hebel zur Vermeidung von Entwaldung in Zusammenhang mit Soja identifiziert.

Insgesamt flossen die Angaben von mehr als 230 Viehzüchtern, Verpackungsbetrieben und Lieferanten in den Bericht ein.

Die Ergebnisse nutzen wir als Grundlage für den Austausch mit relevanten Stakeholdern und die Entwicklung geeigneter Maßnahmen zur Steigerung des Anteils entwaldungsfrei produzierten Sojas entlang unserer Lieferketten.

Mehr über '3keel case study'
Logo of Retail Soy Group
Seit 2017
Retail Soy Group (RSG)

Die Unternehmensgruppe ALDI SÜD trat 2017 der Sojagruppe des Einzelhandels, „Retail Soy Group“ (RSG), bei. Die RSG ist eine unabhängige Gruppe internationaler Einzelhändler, die vorwettbewerblich zusammenarbeiten, um branchenweite Lösungen für nachhaltiges Soja für ihre jeweiligen Tierfutter- und Lebensmittellieferketten zu erarbeiten.

Mehr über 'Retail Soy Group'
Logo of RTRS
Seit 2017
Round Table on Responsible Soy (RTRS)

Die Unternehmensgruppe ALDI SÜD ist seit 2017 Mitglied des „Round Table on Responsible Soy“ (RTRS). Der RTRS ist eine globale Plattform für den Dialog zwischen verschiedensten Interessensgruppen zur Förderung der verantwortungsvollen Herstellung, Verarbeitung und Vermarktung von Soja weltweit. Der RTRS fördert den verantwortungsvollen Anbau von Soja durch Zertifizierungen. Dadurch sollen die negativen sozialen und ökologischen Auswirkungen des Sojaanbaus verringert und gleichzeitig der wirtschaftliche Status der Produzenten verbessert werden.

Mehr über 'Round Table on Responsible Soy'
Log of STC
Seit 2020
Soy Transparency Coalition (STC)

Wir sind Gründungsmitglied des Soja-Transparenz-Bündnisses, „Soy Transparency Coalition“ (STC), das im Jahr 2020 gegründet wurde. Die STC ist ein vorwettbewerbliches Bündnis, dessen Ziel es ist Soja-Lieferketten nachhaltig zu gestalten. Hierzu arbeitet die STC mit großen internationalen Sojahändlern und Importeuren zusammen, um die Herausforderungen in Bezug auf Entwaldung und Transparenz entlang der Soja-Lieferketten anzugehen.

Mehr: Soy Transparency Coalition

Holz

ALDI SOUTH Sustainable Namibian Charcoal
ALDI SOUTH Sustainable Namibian Charcoal
ALDI SÜD Deutschland & HOFER S/E
Nachhaltige Holzkohle in Namibia

Um die Verfügbarkeit von 100 % entwaldungsfreier Holzkohle sicherzustellen, haben ALDI SÜD Deutschland und HOFER S/E in Kooperation mit dem Forest Stewardship Council (FSC) im Jahr 2019 in Namibia ein entsprechendes Projekt ins Leben gerufen. Die Produktion von Holzkohle ist eine der Hauptursachen für illegale Entwaldung in Afrika und Südamerika. Weite Teile von Namibia leiden unter der Ausbreitung von Dornbüschen, die sich nachteilig auf die Artenvielfalt, die Grundwasserversorgung und die Produktivität der Nutzflächen auswirken. Zur Entfernung dieser Büsche werden in der Regel nicht nachhaltige Methoden, wie z. B. Brandrodung oder Chemikalien, eingesetzt.

Das Ziel des Projektes ist nachhaltige Holzkohle aus diesen Dornbüschen herzustellen. In partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit dem FSC fördern wir die nachhaltige Produktion von Holzkohle und unterstützen Landwirtschaftsbetriebe darin, eine Zertifizierung gemäß dem „FSC Forest Management Standard“ zu erlangen. Neben der ökologischen Verträglichkeit wird mit der FSC-Zertifizierung auch sichergestellt, dass soziale Mindestanforderungen zum Schutz der Arbeiter während der Buschernte eingehalten werden. Von der Holzfällung über die Produktherstellung bis hin zur Verpackung – sämtliche Arbeiten erfolgen vor Ort und sorgen somit, insbesondere in ländlichen Gebieten, für Arbeitsplätze. Die Einhaltung der betreffenden Umwelt- und Sozialstandards wird regelmäßig durch unabhängige Auditoren überprüft.

Mehr über 'Nachhaltige Holzkohle aus Namibia'

Sustainable Development Goals

1 Keine Armut 2 Kein Hunger 6 Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen 8 Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum 12 Nachhaltige/r Konsum und Produktion 13 Massnahmen zum Klimaschutz 15 Leben an Land 17 Partnerschaften zur Erreichung der Ziele

UNGC

Menschenrechte

Prinzip 1

Schutz der Menschenrechte unterstützen und achten

Prinzip 2

Nicht an Menschenrechtsverletzungen mitschuldig

Arbeitsnormen

Prinzip 3

Vereinigungsfreiheit und Anerkennung des Rechts auf Kollektivverhandlungen

Prinzip 4

Beseitigung von Zwangsarbeit

Prinzip 5

Abschaffung von Kinderarbeit

Prinzip 6

Beseitigung von Diskriminierung bei Anstellung und Erwerbstätigkeit

Umwelt

Prinzip 7

Umgang mit Umweltproblemen dem Vorsorgeprinzip folgen

Prinzip 8

Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt fördern

Prinzip 9

Entwicklung und Verbreitung umweltfreundlicher Technologien

GRI Referenzen

GRI 103: Managementansatz 2016

Global Reporting Initiative 103-1 Global Reporting Initiative 103-2 Global Reporting Initiative 103-3