Abgeholzer Baum auf einem abgeholzten Feld
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Dezember 2019

ALDI fordert die brasilianische Regierung auf, die Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes für den Soja-Anbau zu beenden

Gemeinsam mit 86 weiteren Unternehmen, Investoren und Organisationen hat die Unternehmensgruppe ALDI SÜD den brasilianischen Präsidenten in einem offenen Brief dazu aufgefordert, die weitere Entwaldung des Amazonas-Regenwaldes zu beenden.

Brasilien ist einer der größten Soja-Produzenten weltweit. Gemäß einer im Jahr 2006 geschlossenen Vereinbarung, dem „Amazon Soy Moratorium“ (ASM), darf der Anbau von Soja im Amazonas-Gebiet nur auf bereits landwirtschaftlich erschlossenem Land erfolgen. Seitdem hat der Soja-Anbau im Amazonas-Gebiet deutlich zugenommen, wohingegen die Entwaldung des Regenwaldes für den Soja-Anbau signifikant abgenommen hat. Dies zeigt, dass Waldschutz und landwirtschaftliches Wachstum einander nicht ausschließen. Allerdings nimmt die Entwaldung des Amazonas-Regenwaldes aufgrund anderer Faktoren (hauptsächlich Rinderhaltung) weiterhin zu.

Als einer der weltweit wichtigsten Speicher für Kohlendioxid ist der Amazonas-Regenwald von essentieller Bedeutung für den Klimaschutz. Die Unterzeichner des offenen Briefes beziehen daher einen klaren Standpunkt: „Obwohl wir auch in Zukunft mit der brasilianischen Soja-Industrie Handel treiben oder in sie investieren möchten, stellt jedwede Nichteinhaltung des ASM ein Risiko für unsere Geschäftsbeziehungen dar. Im Amazonas-Gebiet steht ausreichend landwirtschaftlich erschlossenes Land zur Verfügung, um den Soja-Anbau in der Region weiter voranzutreiben“ ohne dabei weitere Gebiete entwalden zu müssen.

Der „offene Brief zum Soja-Anbau im Amazonas-Gebiet“ ist hier verfügbar.


 

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