Woman with bananas on head
Gunnar Mallon | Pixabay
Januar 2021

ALDI ergreift klare Schritte zur Erfüllung seiner Verpflichtung zu existenzsichernden Löhnen

Ein Jahr nach der Unterzeichnung der Selbstverpflichtung zur Zahlung existenzsichernder Einkommen und Löhne, die die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) entwickelt hat, hat die Unternehmensgruppe ALDI SÜD die nächsten Schritte festgelegt, mithilfe derer die Zahlung existenzsichernder Einkommen und Löhne unterstützt werden soll. Die Mitglieder der „Arbeitsgruppe existenzsichernde Einkommen und Löhne“ („Working Group on Living Income and Living Wages“) werden ein gemeinsames Pilotprojekt durchführen, welches den Arbeiterinnen und Arbeitern auf Bananenplantagen in Ecuador ermöglichen soll, einen angemessenen Lebensstandard zu erlangen.

Ein wichtiges Ziel des Projekts ist die Unterstützung der Einrichtung von Arbeitnehmervertretungen und die Einführung von Kontrollmechanismen, mithilfe derer die Einhaltung der Standards in den Bereichen existenzsichernde Einkommen und Löhne sowie Arbeitsrecht überprüft werden kann. Ziel des Projekts ist es, nicht einfach nur strengere Standards zu fordern, sondern durch gezielte Maßnahmen und Beschaffungspraktiken einen Beitrag zur Zahlung existenzsichernder Einkommen und Löhne zu leisten. Das Projekt wird bis März 2021 offiziell gestartet. In der ersten Phase geht es darum, Programme zu entwickeln, die in den anschließenden Phasen umgesetzt werden können, und Möglichkeiten zu finden, wie sich das Projekt auf andere Länder und Märkte ausweiten lässt.

Über das Pilotprojekt hinaus ist die Arbeitsgruppe bestrebt, die gewonnenen Erkenntnisse auch auf andere Lieferketten zu übertragen und Methoden zu etablieren, mit denen die Bezahlung existenzsichernder Einkommen und Löhne sichergestellt werden kann. Zusammenarbeit ist der Schlüssel zu einer effektiven und dauerhaften Veränderung. Die Unternehmensgruppe ALDI SÜD verpflichtet sich, mit anderen Einzelhändlern und Branchenvertretern zusammenzuarbeiten, um dafür Sorge zu tragen, dass diese positiven Veränderungen in allen Lieferketten umgesetzt werden können.

Die Zahlung existenzsichernder Einkommen und Löhne trägt zum Schutz der Menschenrechte und zur Bekämpfung von Armut und Kinderarbeit bei. Mit unserem Engagement unterstützen und fördern wir die Etablierung eines Einkommens- und Lohnstandards, der den Lebenshaltungskosten innerhalb der weltweiten landwirtschaftlichen Lieferketten entspricht.

„Wir sehen das gemeinsame Engagement der deutschen Einzelhändler als einen wichtigen, wirkungsorientierten Schritt, um globale Lieferketten nachhaltiger zu gestalten und die Lebensbedingungen aller Beteiligten in der Produktion weiter zu verbessern. ALDI wird als Teil der Arbeitsgruppe vor allem das Thema existenzsichernde Löhne und Einkommen in Agrarlieferketten noch intensiver angehen, um Menschenrechte zu stärken und Armut zu bekämpfen.“

Anke Ehlers (Geschäftsführerin Corporate Responsibility International der Unternehmensgruppe ALDI SÜD).


 

Sustainable Development Goals

1 Keine Armut 8 Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum 17 Partnerschaften zur Erreichung der Ziele