Logistik: Prozesse umweltschonend optimieren

Eine leistungsfähige Logistik stellt sicher, dass unsere Kunden täglich auf ein vollständiges Sortiment und frische Waren zurückgreifen können. Dabei unterscheiden wir zwischen der Transportlogistik – der Verteilung der Waren auf die Filialen – einerseits und der Beschaffungslogistik – dem Transport der Waren vom Herstellungsort zu uns – andererseits.

Handlungspotenzial bei Transportlogistik

Die Transportlogistik weist mit 23 % den zweitgrößten Anteil an den im Rahmen des CO2-Fußabdrucks erhobenen Emissionen der Unternehmensgruppe ALDI SÜD nach dem Filialbetrieb auf. Dabei setzen wir entweder eigene Fahrzeuge ein oder arbeiten mit Speditionen zusammen. Insgesamt legen unsere eigenen LKW und die eingesetzten Speditionsfahrzeuge – zusammen fast 3.000 – im Jahr rund 300 Millionen Kilometer zurück. Die absolute Menge der emittierten CO2-Äquivalente ist von 2012 bis 2014 um 24,2 % gestiegen. Hauptursache dafür ist der kontinuierliche Ausbau unseres Geschäfts.

Optimale Planung und moderne Technik für weniger Emissionen

Um die Umweltauswirkungen unserer Logistik zu reduzieren, setzen wir auf eine möglichst effiziente Prozessgestaltung und den Einsatz modernster Technik. Am Beginn steht eine optimale Routenplanung, die nicht nur Treibstoff, sondern auch Zeit und Geld spart. Ein wichtiges Element für unsere Logistik sind dabei energieeffiziente Mehrkammerfahrzeuge. Sie ermöglichen den Transport von Produkten in unterschiedlichen Temperaturzonen im selben Fahrzeug. So können etwa Tiefkühlprodukte, Frischwaren wie Milcherzeugnisse und ungekühlte Artikel gleichzeitig transportiert und die Kapazitäten optimal genutzt werden. 

Die Unternehmensgruppe ALDI SÜD modernisiert kontinuierlich ihren Fuhrpark. Bei der Neuanschaffung berücksichtigen wir ausschließlich emissionsarme LKW, welche die aktuellsten Abgasnormen in den Ländern einhalten. Zugleich streben wir an, diese gesetzlichen Vorschriften vorzeitig umzusetzen. Diese Kriterien gelten zudem als verpflichtender Mindeststandard für die Speditionen, mit denen wir langfristig zusammenarbeiten.

Viele unserer Fahrer schulen wir regelmäßig in einer wirtschaftlichen und umweltschonenden Fahrweise. Diese Schulungen sind auch für die Fahrer der Speditionen, mit denen wir regelmäßig zusammenarbeiten, verpflichtend. Mit Telematikanwendungen, die zukünftig in allen Ländern eingesetzt werden, optimieren wir die Nutzung unserer Fahrzeuge zusätzlich.

Beschaffungslogistik schrittweise optimiert

Im Bereich der Beschaffungslogistik arbeiten wir mit unseren Lieferanten daran, die Prozesse stetig zu verbessern, um Logistikkosten zu sparen und gleichzeitig die Umwelt zu schonen. In einigen Fällen übernehmen wir den Transport selbst oder helfen, ihn in Zusammenarbeit mit unseren Spediteuren zu optimieren.

Zur Bündelung von Warenströmen nutzen wir in allen Ländern zunehmend Zwischenlagerkonzepte (Hubs), insbesondere für Güter aus Übersee. Mit Hilfe von Zwischenlagern bündeln wir Transporte der Güter verschiedener Lieferanten auf der gleichen Strecke. Dadurch vermeiden wir unnötige Fahrten und zugleich Emissionen.

Technologische Innovationen

Fehlen technologische Alternativen auf dem Markt, entwickeln und testen wir eigene Lösungsmodelle. Beispielhaft stehen dafür Versuche mit LKW in Leichtbauweise. Die Fahrzeuge nutzen Aufbauten aus Carbon und weisen drei Tonnen weniger Gewicht, 20 % weniger Treibstoffverbrauch sowie deutlich mehr Laderaum als herkömmliche Modelle auf. Aufgrund der hohen Herstellungskosten ist diese Technik allerdings noch nicht wirtschaftlich. Nach Abschluss des Projekts sind die drei Testfahrzeuge bei uns im Einsatz verblieben.

Engagement für nachhaltige Logistik auf Länderebene

Zudem verfolgen die Länder Einzelmaßnahmen. Hofer engagiert sich im Council Nachhaltige Logistik (CNL) – einem Zusammenschluss von 15 großen Unternehmen aus Handel, Logistik und Produktion in Österreich. Ein erster Schwerpunkt ist die Zusammenarbeit mit den Herstellern bei der Entwicklung von Nutzfahrzeugen mit Elektroantrieb.

ALDI SÜD in Deutschland beteiligt sich an der Initiative „Lean and Green“. Sie zeichnet Unternehmen für ihr Engagement um eine CO2-verminderte Logistik aus. Dabei verpflichten sich alle teilnehmenden Unternehmen, innerhalb von fünf Jahren einen 20 %igen Rückgang der relativen CO2-Emissionen der Logistikprozesse zu erreichen. Für ALDI SÜD gilt dabei das Basisjahr 2012.

Mehr Informationen zur Klimastrategie finden Sie unter Effizienz: Energieverbrauch optimieren, Kältemittel: auf Klimaverträglichkeit achten sowie unter Grünstrom: erneuerbare Energien einsetzen