Ziel 2020: die Klimastrategie von ALDI SÜD

2014 hat die Unternehmensgruppe ALDI SÜD ihre internationale Klimastrategie verabschiedet. Darin haben wir das Ziel festgelegt, bis zum Jahr 2020 in jeder Landesorganisation die Treibhausgasemissionen pro Quadratmeter Verkaufsfläche um 30 % gegenüber dem Jahr 2012 zu senken. Dabei betrachten wir Australien, die USA und Deutschland jeweils einzeln und fassen Großbritannien und Irland einerseits und Österreich, die Schweiz, Slowenien und Ungarn als Hofer S/E andererseits in Ländergruppen zusammen. In allen Ländern beziehungsweise Ländergruppen ist es uns gelungen, von 2012 bis 2014 die Emissionen pro Quadratmeter zum Teil deutlich zu reduzieren. Obwohl wir die Zahl der Filialen von 4.672 im Jahr 2012 auf 5.063 im Jahr 2014 gesteigert haben, konnten wir den Ausstoß von Treibhausgasen - gemessen in CO2-Äquivalenten - im gleichen Zeitraum gruppenweit sogar absolut um 8,6 % senken.

Regelmäßige Erhebung des CO2-Fußabdrucks

Unsere Fortschritte messen wir, indem wir alle zwei Jahre den CO2-Fußabdruck für alle unsere Geschäftsprozesse und Standorte nach dem Greenhouse Gas (GHG) Protocol berechnen, zuletzt für das Jahr 2014. Dies zeigt uns die Hauptemissionsquellen und damit die wichtigsten Handlungsfelder für den Klimaschutz auf. 

Aus diesen Erhebungen wissen wir, dass der größte Anteil der von uns verursachten Treibhausgasemissionen (THG-Emissionen) von unseren Filialen ausgeht, gefolgt vom Transport unserer Waren und dem Betrieb unserer Logistikzentren. Bei Filialen und Logistikzentren spielt dabei der Stromverbrauch für die Kühlung der Ware, die Klimatisierung und Belüftung der Gebäude, die Beleuchtung und in einigen Ländern die Backstationen die größte Rolle. Hinzu kommen Emissionen, die auf die unvermeidbare Leckage von Kältemitteln zurückgehen, sowie der Energieverbrauch für die Heizung. Beim Transport entstehen THG-Emissionen vor allem durch den Verbrauch von Kraftstoff.

Company Carbon Footprint 2014 der Unternehmensgruppe ALDI SÜD in kg CO2e pro m² Verkaufsfläche


Handlungsfelder für den Klimaschutz

Absolute THG-Emissionen 2014 in tausend Tonnen CO2e nach Laendern Laendergruppen

Wesentliche Elemente der ALDI SÜD Klimastrategie mit dem besonderen Fokus auf Filialen, Transport und Logistikzentren sind

  • die Reduzierung des Energieverbrauchs durch effizientere Technik,
  • die Reduzierung schädlicher Emissionen durch den Einsatz klimaschonender Alternativen bei Kältemitteln,
  • der Bezug von Energie aus erneuerbaren Quellen sowie
  • der Aufbau eines umweltverträglicheren Fuhrparks und die Optimierung aller logistischer Prozesse.


Die Voraussetzungen für Einsparungen von THG-Emissionen sind in den Ländern der Unternehmensgruppe ALDI SÜD unterschiedlich. In einigen Ländern ist zum Beispiel Strom aus erneuerbaren Quellen leichter verfügbar als in anderen. Zudem unterscheiden sich nicht nur die klimatischen Bedingungen, sondern auch die landesüblichen Baustandards zum Teil erheblich. Im Einklang mit unserer dezentralen Organisationsstruktur ergreifen die Länder daher häufig unterschiedliche Maßnahmen, um die international vereinbarten Ziele zu erreichen oder zu übertreffen.

Steigerung der Energieeffizienz in unseren Filialen und Logistikzentren


Sollten wir mit den genannten Maßnahmen das Reduktionsziel bis 2020 nicht in jedem Land vollständig erreichen, planen wir, zur Kompensation von THG-Emissionen auch in Klimaschutz- und Aufforstungsprojekte zu investieren.

Hofer in Österreich arbeitet seit Anfang 2016 CO2-neutral. Dies wurde überwiegend durch Einsparungen, Modernisierungen und die Verwendung von Strom aus erneuerbaren Quellen erreicht. Nicht vermeidbare Emissionen werden durch die Unterstützung ausgewählter Klimaschutzprojekte kompensiert. (CO2-Neutralität: Einblick Hofer in Österreich)