Interne und externe Audits

Social Monitoring-Programm

Social Monitoring-Programm

Um die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards in Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten zu überprüfen und weiterzuentwickeln, haben wir unser Social Monitoring-Programm entwickelt und implementiert. Die Aufnahme von Warengruppen und Produktionsländern in dieses Programm folgt einer Bewertung und Priorisierung der jeweiligen Risiken. Mittelfristig werden wir alle Non-Food-Warengruppen in das Programm integrieren.

Zentraler Bestandteil des Programms sind Audits durch unabhängige Fachleute vor Ort. Diese Prüfungen erfolgen, bevor die Produktion unserer Ware beginnen darf. ALDI SÜD erkennt unter anderem Audits und Zertifizierungen nach den Standards der Business Social Compliance Initiative (BSCI), Sedex Members Ethical Trade Audit (SMETA), International Council of Toy Industries (ICTI), nach SA8000 und nach dem Code of Conduct der Electronic Industry Citizenship Coalition (EICC) an.

der Produktionsstätten für Textilien, Schuhe und Spielzeug in Risikoländern sind auditiert

In der Regel unterhalten wir mit den Produktionsstätten, in denen die Produkte für uns gefertigt werden, keine direkten Geschäftsbeziehungen. Vielmehr werden die Artikel im Auftrag unserer Lieferanten hergestellt. Damit wir die Einhaltung unserer Anforderungen nachvollziehen können, vereinbaren wir mit den Lieferanten vorab schriftlich, in welchen Produktionsstätten die von uns bestellten Waren hergestellt werden. Eine Weitervergabe von Aufträgen an andere Produktionsstätten ohne unsere Zustimmung ist vertraglich ausgeschlossen.

Eigene Prüfungen durch ALDI Social Assessments

der Produktionsstätten für Textilien in Bangladesch wurden im Rahmen eines ALDI Social Assessments (ASA) besucht

Aus eigenen Erfahrungen wissen wir, dass Auditberichte die Situation vor Ort nicht immer vollständig widerspiegeln. Eine kontinuierliche Präsenz vor Ort führt zu mehr Transparenz und fördert die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Lieferanten und Produktionsstätten. Deshalb suchen wir seit 2011 – zusätzlich zu den Audits durch Dritte – bei bestimmten Risikowarengruppen Fabriken regelmäßig selbst auf.

Diese ALDI Social Assessments (ASA) werden durch Mitarbeiter von ALDI SÜD zusammen mit externen Auditoren und Lieferantenvertretern hauptsächlich in Bangladesch und China durchgeführt. Im Jahr 2015 haben wir insgesamt 255 ALDI Social Assessments durchgeführt.

Die Bekleidungstextilien, die wir aus Bangladesch beziehen, stammen fast ausschließlich aus Produktionsstätten, die wir selbst im Rahmen eines ASA besucht, bewertet und freigegeben haben. Unser Ziel ist es, diese Produkte ausschließlich aus Produktionsstätten zu beziehen, die im Rahmen eines ALDI Social Assessment geprüft wurden. Darüber hinaus ist die Unternehmensgruppe ALDI SÜD auch dem „Accord on Fire and Building Safety“ beigetreten, der unter anderem Inspektionen zu Gebäudesicherheit und Brandschutz durchführt.

Verbesserungsmaßnahmen aus Auditberichten ableiten

Bei der Sicherstellung von Arbeitsbedingungen arbeitet ALDI SÜD nach dem Prinzip der kontinuierlichen Verbesserung. Zu den Problemen, die in den Produktionsstätten identifiziert werden, gehören zum Beispiel Unregelmäßigkeiten bei der Entlohnung, die Einhaltung von Arbeitszeitregelungen, Gesundheits- und Sicherheitsbelange. Nach jedem Audit wird ein Maßnahmenplan erstellt, der einen individuellen Zeitplan zur Behebung der Missstände definiert. Unsere Lieferanten sind angehalten, die Maßnahmen gemeinsam mit dem Management der Produktionsstätte umzusetzen. Unsere CR- und Einkaufsabteilungen begleiten diesen Prozess.

Bleiben Fortschritte bei der Umsetzung der Maßnahmenpläne aus oder verhalten sich der Lieferant oder die Verantwortlichen in der Produktionsstätte bei der Lösung schwerwiegender Probleme längerfristig nicht kooperativ – wie etwa in Sicherheitsfragen, bei verspäteten Lohnzahlungen oder der unerlaubten Weitergabe von Aufträgen an Dritte –, entscheiden wir über angemessene Maßnahmen. Dazu kann gehören, dass wir den Lieferanten oder die Produktionsstätte bei zukünftigen Ausschreibungen – vorübergehend oder langfristig – nicht mehr berücksichtigen.

Mehr Informationen zu den Sozial- und Umweltstandards finden Sie unter Capacity Building als Schlüssel zum Erfolg sowie unter In Multi-Stakeholder-Initiativen langfristige Verbesserungen erreichen.