ALDI Lkws vor einem Logistikzentrum

Umwelt

„Wir wollen den ökologischen Fußabdruck unserer unternehmerischen Tätigkeit minimieren. Wir streben danach, ein klimaneutrales Unternehmen zu werden, und verpflichten uns, kontinuierlich unsere Treibhausgasemissionen zu verringern.“

CR-Grundsätze

Inhalt

Blick in den Gang einer ALDI Filiale mit Kühltruhen und Regalen

Schwerpunkt: Moderne Kältetechnik

Die Kältetechnik in unseren Filialen, Logistikzentren und Lkws spielt eine wesentliche Rolle für das Erreichen unserer Klimaschutzziele. Zum einen lässt sich nicht vollständig vermeiden, dass Kältemittel in die Umwelt gelangen. Zum anderen sind Kälteanlagen für einen großen Teil unseres Stromverbrauchs verantwortlich.

Ein wichtiger Ansatzpunkt zur Verringerung von schädlichen Treibhausgasemissionen ist der Einsatz moderner, umwelt- und klimafreundlicherer Kältemittel. Bis in jüngste Zeit kamen als Kältemittel fast ausschließlich halogenierte Kohlenwasserstoffe zum Einsatz, also Verbindungen von Kohlenwasserstoffen mit Stoffen wie Fluor oder Chlor. Diese F-Gase haben im Vergleich zu Kohlendioxid ein bis zu 4.000-fach höheres Potenzial, zum Treibhauseffekt beizutragen (Global Warming Potential, GWP). Zudem stehen einige dieser Kältemittel im Verdacht, zum Abbau der Ozonschicht beizutragen. 

Deshalb setzen wir immer mehr Kältemittel mit einem deutlich reduzierten GWP ein, zum Beispiel Kohlendioxid (GWP von 1) oder Ammoniak (GWP von 0). Inzwischen verfügen rund 25 % unserer Filialen über CO2-Kälteanlagen für die Kühlregale und Lagerräume. In den meisten Logistikzentren (2016: 83 %) werden Kälteanlagen mit Ammoniak betrieben. Neue Kühltruhen, die in der Filiale frei stehen und nicht an die zentrale Kühlung angeschlossen sind, werden mit Propan als Kältemittel betrieben, das nur ein geringes GWP aufweist und die Ozonschicht nicht schädigt. Sukzessive tauschen wir auch in den Kälteanlagen unserer Lkws die Kältemittel gegen moderne Alternativen aus. Sowohl in fest installierten Anlagen als auch bei Kühltruhen und Lkws überwachen wir mögliche Verluste von Kältemitteln, um Leckagen frühzeitig zu entdecken und zu reparieren.

In unseren modernen Kälteanlagen tragen effizientere Technik, elektronische Steuerungen und eine laufende Überwachung des Stromverbrauchs dazu bei, Kosten und Energie zu sparen und damit Emissionen zu vermeiden. Einen Beitrag dazu leistet auch der Einsatz von LED-Beleuchtung in Kühltruhen und Kühlregalen, die nicht nur weniger Strom verbraucht, sondern auch weniger Wärme abgibt. Weitere Energieeinsparungen erzielen wir durch optimale Temperatureinstellungen der Kühlmöbel. Zuverlässigere Technik erlaubt es uns, die Kühlungsleistung zu reduzieren ohne Gefahr zu laufen, die erforderlichen Mindesttemperaturen zu überschreiten. Allein eine Erhöhung der Temperatur in einer bei ALDI SÜD eingesetzten Tiefkühltruhe von -21 auf -19 Grad kann den Stromverbrauch um bis zu 200 kWh pro Jahr und Truhe senken. Das entspricht einer durchschnittlichen Einsparung von rund 10 %. 

Unsere Anstrengungen tragen Früchte. Inzwischen setzen wir in 75 % unserer Filialen in der Normalkühlung ein Kältemittel mit einem GWP von weniger als 2.200 ein; bis 2025 wollen wir alle Filialen umstellen. Einige unserer Kälteanlagen sind inzwischen so effizient, dass wir ihre Abwärme nicht mehr ausreichend zum Heizen unserer Filialen nutzen können und uns Gedanken über Alternativen machen müssen. Unsere führende Position im Einsatz moderner Kältetechnik ist inzwischen mehrfach bestätigt worden: Nach 2013 und 2014 sind wir auch im Jahr 2016 von der Nichtregierungsorganisation Environmental Investigation Agency (EIA) als „Green Cooling Leader“ in Europa ausgezeichnet worden und in den USA erhielt ALDI den 2016-2017 „Best of the Best“-Preis der GreenChill Partnership, einer Initiative der US-Umweltbehörde EPA.

Eine Kühltruhe in einer ALDI Filiale wird durch eine Hand  geöffnet.

Kältetechnik spielt in den Logistikzentren, beim Transport und in den Filialen eine Rolle.

Anteil Filialen mit Kälteanlagen der Normalkühlung, die ein Kältemittel mit einem GWP-Wert < 2.200 einsetzen 

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Anteil Filialen mit Kälteanlagen der Normalkühlung, die ein Kältemittel mit einem GWP-Wert < 2.200 einsetzen 2017
Anteil Filialen GWP < 2.200 in % 75
Anteil Filialen GWP > 2.200 in % 25
Alle Informationen finden Sie übersichtlich in der Tabellen-Ansicht.

Das Schädigungspotenzial eines Kältemittels wird mit Hilfe des Maßes Global Warming Potential (GWP) angegeben. Der GWP-Wert beschreibt den möglichen Einfluss eines Kältemittels auf den Treibhauseffekt im Vergleich zur gleichen Menge Kohlendioxid (CO2).