Arbeiter in einer Textilfabrik

Lieferanten

„Wir sind ein fairer und verlässlicher Partner unserer Lieferanten. Gemeinsam mit ihnen und anderen Akteuren engagieren wir uns dafür, die Lebens- und Arbeitsbedingungen entlang der Lieferkette zu verbessern. Wir formulieren unsere Erwartungen deutlich gegenüber unseren Lieferanten und Geschäftspartnern. Gemeinsam mit unseren Lieferanten arbeiten wir an einer erhöhten Transparenz der Lieferkette und an kontinuierlichen Verbesserungen.“

CR-Grundsätze

Inhalt

Wir bieten unseren Kunden mit unserem Standardsortiment sowie den wöchentlichen Aktionsartikeln ein vielfältiges Produktangebot, das von Textilien über Haushaltsgeräte bis hin zu Spezialitäten aus aller Welt reicht. Entlang der weltweiten Lieferketten übernehmen wir dabei Mitverantwortung für faire Arbeitsbedingungen und die Einhaltung von Umweltstandards.

Unsere Anforderungen an Lieferanten und Produkte fassen wir in den ALDI „Sozialstandards in der Produktion“ und spezifischen weiteren Vorgaben zusammen. Mit Hilfe geeigneter Kontrollen und Audits sowie durch Schulungen wollen wir sicherstellen, dass unsere Lieferanten in der Lage sind, unsere Anforderungen zu erfüllen. Dabei arbeiten wir eng mit unseren Lieferanten zusammen, um kontinuierliche Verbesserungen zu erreichen.

Regelmäßig überprüfen wir unsere Anforderungen und aktualisieren sie bei Bedarf. Im Jahr 2015 haben wir uns beispielsweise im Rahmen des Detox Commitment dazu verpflichtet, bis zum Jahr 2020 den Einsatz bestimmter Chemikalien in der Textil- und Schuhproduktion einzustellen. Mit unserem Engagement in Branchen- und Multi-Stakeholder-Initiativen tragen wir dazu bei, Standards und Praxis weiterzuentwickeln und den Erfahrungsaustausch zu fördern.

Wir bewerten regelmäßig, welches Risiko für die Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards mit der Produktion bestimmter Waren oder mit bestimmten Herkunftsregionen verbunden ist. Entsprechend dieser Bewertung setzen wir Prioritäten bei der Planung unserer Maßnahmen. Ein Schwerpunkt unserer Tätigkeit ist seit einigen Jahren die Produktion von Textilien und Schuhen in Bangladesch, China und zunehmend auch in anderen asiatischen Produktionsländern.

Im Rahmen unseres Programms zur Überprüfung und Verbesserung von Sozialstandards (Social-Monitoring-Programm, SMP) sowie bei der Umsetzung des Detox Commitment haben wir in den letzten Jahren viel erreicht. 99,58 % der Produktionsstätten der bereits in das SMP integrierten Non-Food-Artikel wiesen im Jahr 2017 ein gültiges Sozialaudit auf. Alle Produktionsstätten in Bangladesch, die im Jahr 2017 von unseren Lieferanten genutzt wurden, haben wir mit eigenen Mitarbeitern im Rahmen eines ALDI Social Assessment (ASA) besucht. Mithilfe des ALDI Factory Advancement (AFA) Project, das wir in Bangladesch durchführen, stellen wir zusätzliche Trainingsangebote in fast 40 der für ALDI relevantesten Produktionsstätten zur Verfügung. Bei der Umsetzung des Detox Commitment haben wir erste wichtige Meilensteine erreicht. Unter anderem können bereits 89 % aller Vorlieferanten, die Nassprozesse einsetzen, aktuelle Abwasseruntersuchungsergebnisse nachweisen, die Rückschlüsse auf den Chemikalieneinsatz in der Produktion erlauben.  

Wir werden den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen. Dazu werden wir die Transparenz der Lieferketten weiter erhöhen und gemeinsam mit unseren Lieferanten an kontinuierlichen Verbesserungen auf allen Stufen der Lieferkette arbeiten. Neue Anforderungen werden von uns regelmäßig geprüft und in unsere Prozesse integriert. 
 

Jede Strategie ist nur so gut wie ihre Umsetzung. Auf den Einkauf bezogen bedeutet das: Unser Bekenntnis zu Nachhaltigkeit und Verantwortung muss sich in unserem Einkaufsverhalten niederschlagen. Einen großen Teil unserer Produkte beziehen wir nicht direkt von den Herstellern, sondern von Lieferanten, die die Waren herstellen lassen oder importieren. Die Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten ist daher der Schlüssel dazu, unsere Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.

Im Jahr 2017 haben wir damit begonnen, unsere Lieferketten für Bekleidungstextilien weltweit zu konsolidieren und die Gespräche mit unseren Lieferanten über CR (Corporate Responsibility)-Themen zu intensivieren. In der Folge ist die Zahl der Produktionsstätten, die von unseren Lieferanten in diesem Bereich genutzt werden, um 31 % gesunken. Unsere Lieferanten können dadurch Produktionsstätten stärker auslasten, sodass sich Investitionen in die Verbesserung der Arbeits- und Umweltbedingungen schneller rentieren.  

Damit wir auch zukünftig unsere hohen Standards umsetzen können, müssen neue Lieferanten für Bekleidungstextilien zunächst einen Prüfungs- und Genehmigungsprozess der zuständigen CR-Abteilung durchlaufen. Ebenso sind diese Lieferanten dazu angehalten, uns einen festen Pool an Produktionsstätten zu nennen, in denen für uns Waren hergestellt werden. Neue Produktionsstätten dürfen erst dann genutzt werden, wenn wir uns davon überzeugt haben, dass diese unseren Anforderungen gerecht werden.

Gleichzeitig haben wir damit angefangen, systematisch die CR-Leistung unserer Lieferanten zu bewerten. Zum einen wollen wir unsere Geschäftspartner dabei unterstützen, ihre Leistungsfähigkeit zu verbessern. Zum anderen wollen wir zukünftig mehr mit denjenigen Lieferanten zusammenarbeiten, die unsere CR-Anforderungen besonders gut umsetzen. In der Einführungsphase haben wir zunächst alle Lieferanten von Bekleidungstextilien und ausgewählte Lieferanten weiterer Non-Food-Artikel in das Programm aufgenommen. Zukünftig werden wir das Programm zur Bewertung der CR-Leistung auf weitere Lieferanten ausweiten.

Ausgangspunkt unseres Programms zur Lieferantenbewertung ist eine Datensammlung, in der wir alle Informationen zu unseren Geschäftspartnern und ihren Produktionsstätten zusammenführen. Um das CR-Programm des Lieferanten zu bewerten, werten wir eine Vielzahl von Informationsquellen aus. Dabei berücksichtigen wir nicht nur Pläne und CR-Strategien, sondern lassen uns auch die personelle Aufstellung und die organisatorische Umsetzung unserer CR-Anforderungen erläutern. Um diese Informationen zu verifizieren, nutzen wir vor allem die Erkenntnisse aus Besuchen von Produktionsstätten vor Ort, die im Rahmen der ALDI Social Assessments (ASAs) durchgeführt werden. Diese werden in der Regel von Mitarbeitern der ALDI CR-Büros in Hongkong und Dhaka, einem unabhängigen Prüfer sowie Vertretern des Lieferanten begleitet.

Auf der Basis unserer Bewertungen führen wir mit den Lieferanten kontinuierlich Gespräche und identifizieren Defizite hinsichtlich ihrer CR-Leistung. Bei Bedarf unterstützen wir sie mit gezielten Schulungsmaßnahmen bei der Weiterentwicklung ihrer Prozesse.

Die CR-Bewertung ist ein zunehmend wichtiger Faktor bei der Platzierung von Aufträgen. Zukünftig werden wir mehr mit denjenigen Lieferanten zusammenarbeiten, die auch unsere CR-Anforderungen in besonders guter Weise erfüllen, und uns von anderen Lieferanten trennen. Damit eröffnet sich besonders engagierten Anbietern die Aussicht, ihre Zusammenarbeit mit uns auszubauen, wenn sie mehr in Nachhaltigkeit investieren.  

Die Lieferkette immer nachhaltiger zu gestalten − dieser Aufgabe stellen wir uns gemeinsam mit unseren Lieferanten. Wirksame Veränderungen setzen voraus, dass wir unsere Lieferketten immer besser kennenlernen und die Herausforderungen und Chancen genauer verstehen. Daher steht bei vielen unserer Initiativen zu Beginn die Verbesserung der Transparenz im Vordergrund. Mit der Bewertung der CR-Performance unserer Lieferanten gehen wir einen wichtigen Schritt, um mit ihnen gemeinsam auch zukünftig steigenden Anforderungen gerecht zu werden.

Mitarbeiter bei einer Besprechung im Büro
Ausschnitt einer Hand, die eine Notiz auf ein Klemmbrett macht
Drei Bauern auf einem Weinberg

Kreislauf der Lieferantenbewertung: Im 1. Jahr geben die Lieferanten eine Selbstauskunft, es gibt ein Monitoring und eine Bewertung. Im 2. Jahr erhalten die Lieferanten ein Training, es gibt wieder ein Monitoring und eine Bewertung. Abhängig vom Ergebnis der Bewertung werden die Lieferanten ausgelistet oder die Zusammenarbeit wird gefestigt.


Anzahl der durchgeführten ALDI Social Assessments (ASAs) pro Produktionsland

Filter:
Türkei Ägypten Pakistan Indien Thailand Myanmar Vietnam Philippinen Bangladesch China 5 3 6 10 1 1 1 2 57 216
Alle Informationen finden Sie übersichtlich in der Tabellen-Ansicht.
Land Anzahl Anteil
China 216 71,5 %
Bangladesch 57 18,9 %
Indien 10 3,3 %
Pakistan 6 2,0 %
Türkei 5 1,7 %
Ägypten 3 1,0 %
Philippinen 2 0,7 %
Myanmar 1 0,3 %
Thailand 1 0,3 %
Vietnam 1 0,3 %

Bei den ASAs handelt es sich um Audits von Produktionsstätten, die Mitarbeiter von ALDI SÜD zusammen mit externen Auditoren und Lieferantenvertretern hauptsächlich in Bangladesch und China durchführen.